Produktbeschreibung
Aktueller Lebenshilfe-Klassiker
Was ist Schicksal, und wie kann man lernen, sich aus seinen Zwängen zu befreien? Der bekannte Partnerschafts- und Schicksalsforscher Hermann Meyer zeigt, dass Schicksal nichts Determiniertes ist, sondern von jedem selbst meist unbewusst erschaffen wird.
Schicksal ist nichts Determiniertes oder von höherer Hand Festgelegtes, sondern es wird von jedem selbst - meist unbewusst - erschaffen. Hermann Meyer beschreibt zehn Schicksalsgesetze. Wenn wir ihren Mechanismus durchschauen, können wir Ordnung in das Chaos unserer Schicksalsereignisse bringen, die Wahl unserer moralischen Normen bewusst treffen und unsere individuellen Bedürfnisse angemessen beachten. Wir gewinnen eine neue Freiheit und Kompetenz, das eigene Leben zu gestalten.
Überarbeitete Neuausgabe.
Leseprobe
Mit Schicksal verbinden viele Menschen Begriffe wie Vorbestimmung, Unausweichlichkeit, manchmal auch Last oder Bürde, auf jeden Fall etwas, worauf der Einzelne keinen Einfluss hat. Sie glauben, alles Wesentliche zum Thema Schicksal ist in dem Spruch enthalten: Es kommt, wie es kommt. In diesem Buch geht es mir darum aufzuzeigen, dass Schicksal nicht blind und planlos "zuschlägt", sondern exakt bestimmbaren Gesetzmäßigkeiten unterliegt. Diese zu kennen ist die Voraussetzung dafür, vom passiven Schicksalserdulder zum aktiven Gestalter seines Lebens zu werden. An den unzähligen Zuschriften und Anfragen, die mich in den letzten Jahren erreicht haben, sehe ich, dass ein zunehmendes Interesse an Schicksals- und Sinnfragen besteht. Dies hat mich veranlasst, das Werk zu überarbeiten und damit eine Neuausgabe vorzubereiten. Unter anderem habe ich einige nicht mehr zeitgemäße Fallstudien durch aktuelle ersetzt, die zehn Schicksalsgesetze dagegen sind inhaltlich unverändert geblieben - sie haben gewissermaßen Ewigkeitscharakter. Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich den Mut und die Kraft, mithilfe dieser Gesetze ein positives Schicksal zu erwirken.
Hermann Meyer
München, im August 2008
Einleitung
Der ist ein Arzt, der um das Unsichtbare weiß, das keinen Namen hat, keine Materie hat und doch Wirkung.
Paracelsus
Fünfzig Jahre nach Freud weiß heute noch kaum jemand etwas über Anatomie, Physiologie und Pathologie der Seele. Fünfzig Jahre nach Freud kennen die meisten Menschen nicht die Mechanismen und Gesetzmäßigkeiten der Seele. Auf fast allen Lebensgebieten bleibt das Unbewusste unbeachtet, wird das Unbewusste nicht in Erwägungen und Entscheidungen mit einbezogen. Wir hätten eine andere Medizin, eine andere Legislative, eine andere Exekutive, eine andere Judikative, eine andere Pädagogik, eine andere Philosophie, eine andere Religion ... wenn die Menschen um das Unbewusste wissen würden.
Nehmen wir als Beispiel die politische Szenerie. Wie soll es jemals zu einem neuen Bewusstsein kommen, wenn der eigene Schatten jeweils auf den anderen projiziert wird? Wie sollen Friede und Glück auf Erden herrschen,
wenn dem anderen das Schlechte und Böse, das eigene Verdrängte - wie etwa Manipulation, Lüge, Machtgelüste und Kriegstreiberei - unterstellt werden? Ohne Wissen um diese Mechanismen können niemals die Feindbilder im Unbewussten abgebaut werden.
Fast überall spielt sich alles nur auf der bewussten Ebene ab, auf einer sehr oberflächlichen Ebene, selbst wenn scheinbar edle und tiefsinnige Worte gewählt werden, selbst wenn der Eindruck erweckt wird, als ob man komplexe Zusammenhänge erkennen würde und die letzte Ursache eruiert hätte. Die Ganzheit des Lebens und die letzten Ursachen können jedoch nur über die Einbeziehung des Unbewussten erkannt werden. Nur über die Gesetzmäßigkeiten des Unbewussten werden das Leben, die wirkliche Wirklichkeit und das Schicksal evident.
Eine Umfrage zum Thema "Unbewusstes" im Stadtgebiet von München ergab, dass die Mehrzahl der Befragten, insbesondere die Männer, glaubten, ihr Leben selbst im Griff zu haben und dass das Unbewusste nur bei schwachen Individuen Einfluss haben könne. Unter einem Zugriff von außen auf eigene Meinung, Vorstellung und Weltanschauung zu stehen, also eventuell manipuliert zu sein, war vielen der Befragten nicht bewusst.
Viele Menschen wissen nicht, dass sie nur Marionetten des Unbewussten sind, weil sie dessen Mechanismen und Gesetzmäßigkeiten nicht kennen. Sie wissen nicht, dass sie nur Programme abspulen, nur Rollen leben. Sie glauben, dass sie nach ihrem eigenen Programm leben, und doch ist dieses Programm nur das der Vorväter, Eltern und Erzieher, das von Konvention und Moral, der Kollektivneurose.
Solange diese alten, anachronistischen Programme in allen Schattierungen und Nuancen nicht erkannt, in Zweifel gezogen und aufgelöst werden, steht der Einzelne unter einer Kulturhypnose und bleibt ma