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HCD 1921-2021

Die Geschichte des Hockey Clubs Davos: Gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Perspektiven

von Derungs, Daniel   (Autor)

Der 1921 als Touristen- und Gästeklub gegründete HC Davos ist der letzte hochalpine Vertreter in der Spitzenklasse des Schweizer Eishockeys. Diesen Sonderstatus verdankt der HCD einer Symbiose mit dem internationalen Spengler-Cup-Turnier und dem Tourismus. Auf Trends wie die Professionalisierung konnte der Klub jeweils rechtzeitig aufspringen und so seine Existenz sichern. Zwei Jahre nach der Klubgründung wurde in der Altjahrswoche in Davos zum ersten Mal der Spengler Cup ausgetragen, der sich rasch als Fixpunkt in der Agenda des internationalen Eishockeys etablieren konnte. Der Spengler Cup ist eine essenzielle Einnahmequelle für den HCD. Ohne ihn wäre Spitzeneishockey in Davos nicht mehr möglich und der HCD wäre wie andere alpine Hockeyklubs in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Die Liveübertragung des Spengler Cups seit den 1960er-Jahren konnte die Popularität des HCD im Mittelland steigern und ermöglichte ihm den Anschluss ans Zeitalter der Medialisierung und Kommerzialisierung des Eishockeys. Die erstmalige Austragung des Turniers 1923 hatte einen politischen Zweck, nämlich Vertreter der Konfliktparteien des Ersten Weltkriegs auf dem Eisfeld zusammenzubringen und dadurch dem Weltfrieden zu dienen. Seither wurden am Spengler Cup zahlreiche politisch brisante Spiele ausgetragen. So nahm beispielsweise bis 1941 eine Berliner Mannschaft am Turnier teil. Das Kräftemessen zwischen nordamerikanischen Equipen und Mannschaften aus dem Ostblock wurde zur Legende.

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Produktbeschreibung

Der 1921 als Touristen- und Gästeklub gegründete HC Davos ist der letzte hochalpine Vertreter in der Spitzenklasse des Schweizer Eishockeys. Diesen Sonderstatus verdankt der HCD einer Symbiose mit dem internationalen Spengler-Cup-Turnier und dem Tourismus. Auf Trends wie die Professionalisierung konnte der Klub jeweils rechtzeitig aufspringen und so seine Existenz sichern. Zwei Jahre nach der Klubgründung wurde in der Altjahrswoche in Davos zum ersten Mal der Spengler Cup ausgetragen, der sich rasch als Fixpunkt in der Agenda des internationalen Eishockeys etablieren konnte. Der Spengler Cup ist eine essenzielle Einnahmequelle für den HCD. Ohne ihn wäre Spitzeneishockey in Davos nicht mehr möglich und der HCD wäre wie andere alpine Hockeyklubs in der Bedeutungslosigkeit verschwunden. Die Liveübertragung des Spengler Cups seit den 1960er-Jahren konnte die Popularität des HCD im Mittelland steigern und ermöglichte ihm den Anschluss ans Zeitalter der Medialisierung und Kommerzialisierung des Eishockeys. Die erstmalige Austragung des Turniers 1923 hatte einen politischen Zweck, nämlich Vertreter der Konfliktparteien des Ersten Weltkriegs auf dem Eisfeld zusammenzubringen und dadurch dem Weltfrieden zu dienen. Seither wurden am Spengler Cup zahlreiche politisch brisante Spiele ausgetragen. So nahm beispielsweise bis 1941 eine Berliner Mannschaft am Turnier teil. Das Kräftemessen zwischen nordamerikanischen Equipen und Mannschaften aus dem Ostblock wurde zur Legende. 

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 2 Anfänge des Eishockeys in Davos: 1880er-Jahre bis Erster
Weltkrieg 2.1 Die Entstehung des Kurorts Davos 2.2 Eissport in Davos 2.3
Wirtschaftliche und gesellschaftliche Voraussetzungen 2.4 Der Weg des Eishockeys
in die Schweiz 2.5 Eishockey in Davos vor der formellen Vereinsgründung 2.6
Zwischenfazit 3 Die Gründungsphase des HC Davos und des Spengler Cups 3.1 Die
Nachkriegsordnung und die internationalen Sportverbände 3.2 Die Schweiz nach dem
Ersten Weltkrieg 3.3 Die Gründung des HCD 1921 3.4 Der erste Spengler Cup 1923
3.5 Die Goldenen Zwanzigerjahre 3.6 Erfolgswelle des HCD und des Spengler Cups
3.7 Zwischenfazit 4 Der HCD als Serienmeister und der Nationalsozialismus in
Davos 4.1 Beginn der Ära Torriani 4.2 Englandreise 1931 4.3 Die
Weltwirtschaftskrise ab 1929 4.4 Der Kunsteisbahnschock 4.5
Nationalsozialistische Umtriebe in Davos 4.6 Sportaussenpolitik nach der
NS-Machtergreifung 4.7 Die Erfolgsserie des HCD 1933-1939 4.8 Internationale
Sportkontakte zu Kriegszeiten 4.9 Zwischenfazit 5 1945-1970: Wirtschaftswunder,
Kalter Krieg und Malaise des Schweizer Eishockeys 5.1 Die Schweiz nach dem
Kriegsende 5.1.1 Innen- und aussenpolitische Situation 5.1.2 Die Rolle der
Schweiz bei der sportlichen Reintegration Deutschlands 5.2 Rasche Davoser
Wiederaufnahme der internationalen Sportkontakte 5.3 Kalter Krieg im Eishockey
der 1950er-Jahre 5.4 Der Abstieg des Schweizer Eishockeys 5.5 Ende der Davoser
Dominanz 5.6 Kalter Krieg im Eishockey der 1960er-Jahre 5.7 Davoser Durststrecke
5.8 Wohlstandsexpansion 5.9 Eintrittspreise und Zuschauerzahlen 5.9.1
Preisentwicklung von 1945 bis 1960 5.9.2 Eintrittspreise und Zuschauerzahlen bei
Ligaspielen 5.9.3 Eintrittspreise und Zuschauerzahlen am Spengler Cup 5.9.4 Die
Billettsteuer zwischen Sport und Politik 5.9.5 Abgaben an den Kurverein 5.9.6
Medialisierungsschub dank Fernsehübertragungen 5.9.7 Sommereishockey als
Professionalisierungsphänomen 5.10 Zwischenfazit 6 1970er-Jahre:
Selbstfindungsphase und neuartige Fanvereinigungen 6.1 Krise und Aufbruch 6.2
Spengler Cup 1970-1973 6.3 Kalter Krieg am Spengler Cup der 1970er-Jahre 6.4 Der
Rekordmeister in der Nationalliga B 6.5 Der Weg zum Bau eines Eishockeystadions
6.6 Wiederaufstieg in die Nationalliga A 6.7 Fankultur und Sozialmilieus 6.8
Zwischenfazit 7 1980er-Jahre: Der HCD verliert den Anschluss 7.1 Globales Umfeld
im letzten Jahrzehnt des Kalten Kriegs 7.2 Die Schweiz der 1980er-Jahre 7.3 Das
Wunder von Lake Placid 7.4 Herb Brooks in Davos 7.5 Sportliche Achterbahnfahrt
des HCD 7.6 Der Spengler Cup in den 1980er-Jahren 7.7 Die Ära Gery Diethelm als
HCD-Präsident 7.8 Zwischenfazit 8 1990er-Jahre: Ein Unterländer wird Präsident
und ein Engadiner Trainer 8.1 «Das Ende der Geschichte» 8.2 Die 1990er-Jahre als
Selbstfindungsphase in der Schweiz 8.3 Siegeszug der NHL 8.4 Das Schweizer
Eishockey in den 1990er-Jahren 8.5 Der Spengler Cup in den 1990er-Jahren 8.6 Der
HCD zwischen 1. Liga und NLA 8.7 Die HCD-Präsidenten in den 1990er-Jahren 8.8
Arno Del Curto wird 1996 Trainer 8.9 Zwischenfazit 9 2000er-Jahre: Sportliche
Erfolge führen zu finanziellen Nöten 9.1 Das Ende vom Ende der Geschichte 9.2
Bilateraler Weg und Swissness 9.3 Schweizer Eishockey zwischen Krüger und Del
Curto 9.4 Welteishockey zwischen KHL und NHL 9.5 Der HCD wird «beliebtester
Eishockeyverein» 9.6 Der Spengler Cup in den 2000er-Jahren 9.7 Unterländer
beteiligen sich 9.8 Vom Eisstadion zur Vaillant Arena 9.9 Ein Politiker als
HCD-Präsident 9.10 Zwischenfazit 10 2010er-Jahre: Ende der HCD-Dominanz 10.1 Die
EU in der Krise, Terrorwelle und Trump 10.2 Ruhige 2010er-Jahre in der Schweiz
10.3 Medaillengewinn für die Schweizer Nationalmannschaft 10.4 Elite-, Volks-
oder Milieusportart 10.5 (K)eine grossstädtische Dominanz 10.6 Die periphere
Lage des HCD 10.7 Der Rücktritt von Arno Del Curto 10.8 Konstanz in der
wirtschaftlichen Führung 10.9 Der Spengler Cup in den 2010er-Jahren 10.10
Zwischenfazit 11 Fazit 12 Bibliografie 13 Bildnachweis 

Autoreninfo

interessiert sich als Berner mit Bündner Wurzeln von klein auf für Eishockey und Geschichte. Das Studium der Zeitgeschichte schloss er mit einer Dissertation ab, die seine Passionen kombinierte. 

Mehr vom Verlag:

Chronos Verlag

Mehr vom Autor:

Derungs, Daniel

Produktdetails

Medium: Buch
Format: Gebunden
Seiten: 312
Sprache: Deutsch
Erschienen: Juni 2021
Maße: 245 x 164 mm
Gewicht: 738 g
ISBN-10: 303401614X
ISBN-13: 9783034016148

Bestell-Nr.: 30335978 
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