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FREI

Die Macht der Mächtigen oder Die Macht der Machtlosen

Tschech.-Dtsch.

von Grusa, Jiri / Havel, Vßclav   (Autor)

Die Freunde und Weggefährten GruÜa und Havel ziehen in einem öffentlichen Gespräch im rahmen eines Symposions, das die Diplomatische Akademie Wien gemeinsam mit dem österreichischen P.E.N.-Club veranstaltet hat, Ende November 2005, in Wien, Bilanz über 27 Jahre tschechischer, tschechoslowakischer, mitteleuropäischer und europäischer Entwicklung. Ist die Fragestellung und sind die Werte, die Vßclav Havel vor 27 Jahren in seinem nachdenklichen Text "Die Macht der Machtlosen" anstellt und propagiert, lange bevor er als Präsident der Tschechoslowakei an die Macht kam, heute überholt, wurden sie damals als programmatische Schrift verfasst? Havel hat die Macht der Mächtigen und die der Machtlosen erlebt, als Präsident und Dissident. Wie steht es um die Macht der Mächtigen heute, nachdem der Dichter Havel nicht mehr Präsident ist, und war er als Präsident ohnmächtig? Sind die Aufrufe zur Achtung des Bürgers und des einzelnen Menschen durch den Erweiterungsschritt in Europa nicht mehr aktuell, oder kann aus der besonderen Situation, in der Vßclav Havel vom Dichter zum Präsidenten wurde, auch Allgemeines abgeleitet werden? Und nicht zuletzt, wenn die Gedanken vor 27 Jahren der Anstoß für eine der größten Veränderungen des letzten Jahrhunderts waren, kann dann heute geschlussfolgert werden, dass für die zukünftige europäische Entwicklung auch vom Wort und der Vision jene Kraft ausgeht, die zwar eine Revolution nicht mehr notwendig macht, und wenn, dann höchstens eine sanfte? Wie steht es heute um die Macht der Worte, wie um die der Literaten? Kann man Dichter und Politiker zugleich sein, oder hat György Konrad Recht, der den Schriftsteller als Antipolitiker sieht? Auch Ji r í Gru Ü a stellt die Frage: Inwiefern hat Vßclav Havel die Dramaturgie und seine theatralische Gabe geholfen, sich auf das Amt des Präsidenten einzustellen? Hat ihm der Schriftstellerberuf genützt, den Präsidentenberuf auszuüben? "Mit vereinten Kräften?" Internationales Symposium Ein Symposium über die Rolle der Nationalliteraturen bei der Entstehung mitteleuropäischer Nationalismen mit Ji r í GruÜa, Vßclav Havel, György Konrßd, Paul Lendvai, Michael Ley, Wolfgang Müller-Funk, Dragan Velikic u. a. Das Buch zum Symposium erscheint in der Reihe "Favorita Papers" der Diplomatischen Akademie Wien.

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Produktbeschreibung

Die Freunde und Weggefährten GruÜa und Havel ziehen in einem öffentlichen Gespräch im rahmen eines Symposions, das die Diplomatische Akademie Wien gemeinsam mit dem österreichischen P.E.N.-Club veranstaltet hat, Ende November 2005, in Wien, Bilanz über 27 Jahre tschechischer, tschechoslowakischer, mitteleuropäischer und europäischer Entwicklung. Ist die Fragestellung und sind die Werte, die Vßclav Havel vor 27 Jahren in seinem nachdenklichen Text "Die Macht der Machtlosen" anstellt und propagiert, lange bevor er als Präsident der Tschechoslowakei an die Macht kam, heute überholt, wurden sie damals als programmatische Schrift verfasst? Havel hat die Macht der Mächtigen und die der Machtlosen erlebt, als Präsident und Dissident. Wie steht es um die Macht der Mächtigen heute, nachdem der Dichter Havel nicht mehr Präsident ist, und war er als Präsident ohnmächtig? Sind die Aufrufe zur Achtung des Bürgers und des einzelnen Menschen durch den Erweiterungsschritt in Europa nicht mehr aktuell, oder kann aus der besonderen Situation, in der Vßclav Havel vom Dichter zum Präsidenten wurde, auch Allgemeines abgeleitet werden? Und nicht zuletzt, wenn die Gedanken vor 27 Jahren der Anstoß für eine der größten Veränderungen des letzten Jahrhunderts waren, kann dann heute geschlussfolgert werden, dass für die zukünftige europäische Entwicklung auch vom Wort und der Vision jene Kraft ausgeht, die zwar eine Revolution nicht mehr notwendig macht, und wenn, dann höchstens eine sanfte? Wie steht es heute um die Macht der Worte, wie um die der Literaten? Kann man Dichter und Politiker zugleich sein, oder hat György Konrad Recht, der den Schriftsteller als Antipolitiker sieht? Auch Ji r í Gru Ü a stellt die Frage: Inwiefern hat Vßclav Havel die Dramaturgie und seine theatralische Gabe geholfen, sich auf das Amt des Präsidenten einzustellen? Hat ihm der Schriftstellerberuf genützt, den Präsidentenberuf auszuüben? "Mit vereinten Kräften?" Internationales Symposium Ein Symposium über die Rolle der Nationalliteraturen bei der Entstehung mitteleuropäischer Nationalismen mit Ji r í GruÜa, Vßclav Havel, György Konrßd, Paul Lendvai, Michael Ley, Wolfgang Müller-Funk, Dragan Velikic u. a. Das Buch zum Symposium erscheint in der Reihe "Favorita Papers" der Diplomatischen Akademie Wien. 

Autoreninfo

V clav Havel, am 5. Oktober 1936 in Prag geboren, machte sich in den sechziger Jahren als Theaterschriftsteller einen Namen. 1968 war Havel als Vorsitzender des Clubs der unabhängigen Schriftsteller in der Reformbewegung des Prager Frühlings aktiv und übte scharfe Kritik an der Invasion der Warschauer-Pakt-Truppen in der Tschechoslowakei zur Niederschlagung des Prager Frühlings. Daraufhin erhielt V clav Havel Publikations- und Aufführungsverbot und schlug sich als Hilfsarbeiter in einer Brauerei durch, setzte sich aber trotz vielfältiger Schikanen weiterhin für die Wahrung der Menschenrechte ein. V clav Havel war 1977 Mitbegründer der Bürgerrechtsbewegung Charta 77, und in den folgenden zehn Jahren wurde er mehrfach verhaftet. 1989 stand er an der Spitze des oppositionellen Bürgerforums, das einer der Initiatoren der Massenproteste der Bevölkerung war, die schließlich zum Sturz des kommunistischen Regimes führten. Im Dezember 1989 wurde V clav Havel zum Präsidenten der Tschechoslowakei gewählt. Mit der Teilung der Tschechoslowakei in zwei getrennte Republiken, die Tschechische Republik und die Slowakei, legte Havel am 2. Juli 1992 sein Amt als Präsident der Tschechoslowakei nieder. 1993 war V clav Havel Präsident der neuen Tschechischen Republik. 1989 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, und 1991 wurde er für seinen Einsatz für die Demokratie und den Frieden unter den Völkern mit dem Internationalen Karlspreis der Stadt Aachen ausgezeichnet. 2003 endete seine zweite Amtszeit.
2010 wurde V clav Havel mit dem Kafka-Preis für sein Werk ausgezeichnet. Er verstarb 2011. 

Mehr vom Verlag:

Wieser Verlag GmbH

Mehr aus der Reihe:

Wieser Wissenschaft

Mehr vom Autor:

Grusa, Jiri / Havel, Vßclav

Produktdetails

Medium: Buch
Format: Kartoniert
Seiten: 81
Sprache: Tschechisch, Deutsch
Erschienen: Januar 2006
Maße: 215 x 125 mm
Gewicht: 131 g
ISBN-10: 385129601X
ISBN-13: 9783851296013

Herstellerkennzeichnung

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Achte-Mai-Straße 12
9020 Klagenfurt
E-Mail: office@wieser-verlag.com

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KNOABBVERMERK: 2006. 82 S. 22 cm
Einband: Kartoniert
Sprache: Tschechisch, Deutsch

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