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Umgang mit Kriegserlebnis und Gefangenschaft: Eine Studie mit Teilnehmern des Zweiten Weltkriegs

Eine Studie mit Teilnehmern des Zweiten Weltkriegs

von Radau, Jochen   (Autor)

Diese Studie untersucht, wie Soldaten des Zweiten Weltkriegs mit ihren Kriegserlebnissen umgingen, wie sie diese verarbeiteten und welche Bedeutung sie Ihnen aus heutiger Sicht zuschreiben. In einem ersten Teil enthält die Studie die theoretischen Grundlagen zu den Folgen von Krieg und Gefangenschaft für die betroffenen Personen und den Möglichkeiten des Umgangs mit den existenziellen Bedrohungen dieser Erlebnisse vor dem zeitlichen Hintergrund des Zweiten Weltkriegs. Dazu werden Studien, Untersuchungen und Veröffentlichungen aus dem Zeitraum der 50er Jahre bis in die heutige Zeit herangezogen. Im zweiten Teil werden diese Erkenntnisse auf die Ergebnisse der eigenen Befragung ehemaliger Soldaten und Kriegsgefangener angewendet. Die Befragung der Zeitzeugen erfolgt dabei mittels eines Interviewleitfadens, der sich an der Bedürfnistheorie der Sozialarbeitswissenschaftlerin Sylvia Staub-Bernasconi orientiert.

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Produktbeschreibung

Diese Studie untersucht, wie Soldaten des Zweiten Weltkriegs mit ihren Kriegserlebnissen umgingen, wie sie diese verarbeiteten und welche Bedeutung sie Ihnen aus heutiger Sicht zuschreiben. In einem ersten Teil enthält die Studie die theoretischen Grundlagen zu den Folgen von Krieg und Gefangenschaft für die betroffenen Personen und den Möglichkeiten des Umgangs mit den existenziellen Bedrohungen dieser Erlebnisse vor dem zeitlichen Hintergrund des Zweiten Weltkriegs. Dazu werden Studien, Untersuchungen und Veröffentlichungen aus dem Zeitraum der 50er Jahre bis in die heutige Zeit herangezogen. Im zweiten Teil werden diese Erkenntnisse auf die Ergebnisse der eigenen Befragung ehemaliger Soldaten und Kriegsgefangener angewendet. Die Befragung der Zeitzeugen erfolgt dabei mittels eines Interviewleitfadens, der sich an der Bedürfnistheorie der Sozialarbeitswissenschaftlerin Sylvia Staub-Bernasconi orientiert. 

Leseprobe

Textprobe:
Kapitel 1, Einleitung:
Im Kontakt mit Senioren aus meinem privaten Umfeld, die vom Krieg erzählten fiel mir auf, dass die Weitergabe des Erlebten in Form von ausholenden, sich wiederholenden aber auch unvollständigen Erzählungen erfolgte. Die Geschichten enthielten Erfahrungen wie Angst, Tod und Mangel, die in einem historischen Kontext eingebettet waren, der außerhalb meines Vorstellungsvermögens lag.
Dabei stellte ich mir die Frage, was diese Kriegsveteranen trotz fundamentaler gesellschaftlicher Entwicklungen in Europa innerhalb der letzten Jahrzehnte noch derart an ihren Erzählungen festhalten lässt. Das Erlebte schien die Betroffenen nicht loslassen zu wollen. Die unermüdliche Ausstrahlung von Berichten und Dokumentationen der Fernsehanstalten an zahlreichen Jahrestagen des Zweiten Weltkriegs schien diesen Erzähldrang einerseits zu spiegeln und ihm andererseits ständig neue Nahrung zu geben.
Diese Beobachtungen führten mich auch zu der Frage, welchen Einfluss die Erlebnisse der heutigen Eltern- und Großelterngeneration auf ihr späteres Leben in der Bundesrepublik Deutschland hatten und heute noch haben.
Aus der Sicht der sozialen Arbeit betrachte ich im Rahmen dieser Arbeit, welche Wege die Betroffenen damals finden konnten, um mit ihren Erlebnissen umzugehen. Außerdem möchte ich erfahren welche subjektive Bedeutung sie dem Erlebten heute geben.
Zusätzlich zu meinem Forschungsinteresse liegt ein Ziel dieser Arbeit darin, den Betroffenen eine Möglichkeit zu geben vertieft aus Ihrem Erfahrungsschatz zu berichten und darzulegen, welchen Stellenwert das Erlebte heute für sie hat. Damit leistet diese Arbeit auch einen Beitrag zur Erhaltung eines bedeutenden und zugleich schauerlichen Teils deutscher Zeitgeschichte.
2, Grundlagen:
2.1, Gegenstand und Erkenntnisinteresse der Untersuchung:
Die Forschungsfragen dieser Arbeit lauten:
Wie haben sich Soldaten des Zweiten Weltkriegs mit dem Erlebten unmittelbar auseinandergesetzt?
Welche Bedeutung geben Betroffene heute dem Erlebten?
Mein Interesse im Rahmen dieser Arbeit gilt den Möglichkeiten und Wegen, die Betroffene damals finden konnten, um mit ihren Erlebnissen umzugehen. Weiterhin interessiert mich die Stellung, die Kriegserlebnisse von Senioren in ihrem heutigen Leben haben.
Gegenstand dieser Arbeit ist es, Informationen über Kriegserlebnisse von Soldaten unter Berücksichtigung des historischen und kulturellen Kontextes zu erhalten. Ein Fokus bei der Datenerhebung liegt dabei auf den Problemen und Ressourcen der damaligen sozialen Lebenswelt der Befragten. Um zu ermitteln, wie sich Betroffene damals mit dem Erlebten auseinandersetzen konnten, wird die Art und Weise des unmittelbaren Umgangs der Person anhand der geschilderten Erlebnisse vertieft.
In einem weiteren Teil wird dargestellt, inwieweit die Erlebnisse für die Interviewpartner von nachhaltiger subjektiver Bedeutung sind und wie sich Betroffene heute damit auseinandersetzen.
2.2, Definitionen:
2.2.1, Definition Kriegserlebnis:
Krieg ist laut Wörterbuch als bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Staaten definiert (Mackensen 1955, 458).
Unter Kriegserlebnis verstehe ich zum einen eine Begebenheit oder eine länger andauernde Situation, die ein Soldat oder Kombattant im Kampf erlebt. Der Zeitraum der Kampfhandlungen des Zweiten Weltkriegs bestimmt den zeitlichen Rahmen, in dem diese Erlebnisse eingebettet sind.
Im Rahmen dieser Arbeit habe ich festgestellt, dass einige der Veteranen von ihren Erlebnissen in der sowjetischen Kriegsgefangenschaft berichten wollten. Daher verstehe ich unter Kriegserlebnissen auch Erlebnisse und alltägliche Situationen, die sich in Kriegsgefangenschaft abspielten. Dadurch erweitert sich der historische Kontext bis in die sogenannte Nachkriegszeit hinein.
2.2.2, Unmittelbare Auseinandersetzung mit dem Erlebten:
Die Definition des Begriffs der unmittelbaren Auseinandersetzung von Soldaten mit dem Erlebten entnehme ich aus dem Modell von Fi 

Autoreninfo

Jochen Radau, geb. 1970 in Lindau, studierte Medizintechnik und Soziale Arbeit. Er lebt in Würzburg, arbeitet in einer Beratungsstelle und betreibt selbstständig den Blog handicap-bazar. Die Erzählungen seines Vaters machten den Autor auf die langfristige Prägung der Kriegsgeneration durch ihre Kriegserfahrungen aufmerksam. In der vorliegenden Studie befasst sich er intensiv mit diesem Thema und befragte zu diesem Zweck Kriegsveteranen zum eigenen Umgang mit ihren persönlichen Erlebnissen. 

Mehr vom Verlag:

Diplomica Verlag

Mehr vom Autor:

Radau, Jochen

Produktdetails

Medium: Buch
Format: Kartoniert
Seiten: 124
Sprache: Deutsch
Erschienen: August 2014
Sonstiges: .23525
Maße: 220 x 155 mm
Gewicht: 209 g
ISBN-10: 3958505341
ISBN-13: 9783958505346
Verlagsbestell-Nr.: 23525

Bestell-Nr.: 15230280 
Libri-Verkaufsrang (LVR):
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KNO: 48068440
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KNOABBVERMERK: Erstauflage. 2014. 124 S. 220 mm
KNOSONSTTEXT: .23525
Einband: Kartoniert
Sprache: Deutsch
Beilage(n): Paperback

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