PORTO-
FREI

Effi Briest

(Tb) (SB) (Roman)

von Fontane, Theodor   (Autor)

Nach einer behüteten Kindheit heiratet die 17jährige Effi, dem Willen ihrer Eltern entsprechend, den fast 20 Jahre älteren Baron von Innstetten, ein Jugendfreund ihrer Mutter, dem sie nach Kessin, einem kleinen Ort an der Ostsee folgt. In dem etwas unheimlich anmutenden Haus des Barons vereinsamt die junge, phantasievolle und lebhafte Effi, der es schwerfällt, in ihrer neuen Heimat Anschluß zu finden. Auch die Geburt ihrer Tochter kann sie nicht über ihre innere Vereinsamung hinwegtäuschen. Viel von ihrem Mann alleingelassen, geht Effi, der die Lüge eigentlich zuwider ist, fast gegen ihren Willen eine Liebesbeziehung zu dem neuen Bezirkskommandanten Crampas ein, der sie zuvor lange vergeblich umworben hatte. Diese eher leidenschaftslose Beziehung ist zu Effis Erleichterung beendet, als ihr Mann nach Berlin versetzt wird. Die Zeit in Berlin gestaltet sich harmonisch - bis Innstetten durch Zufall Briefe findet, die Crampas während der Kessiner Zeit an Effi geschrieben hatte.

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Produktbeschreibung

Nach einer behüteten Kindheit heiratet die 17jährige Effi, dem Willen ihrer Eltern entsprechend, den fast 20 Jahre älteren Baron von Innstetten, ein Jugendfreund ihrer Mutter, dem sie nach Kessin, einem kleinen Ort an der Ostsee folgt. In dem etwas unheimlich anmutenden Haus des Barons vereinsamt die junge, phantasievolle und lebhafte Effi, der es schwerfällt, in ihrer neuen Heimat Anschluß zu finden. Auch die Geburt ihrer Tochter kann sie nicht über ihre innere Vereinsamung hinwegtäuschen. Viel von ihrem Mann alleingelassen, geht Effi, der die Lüge eigentlich zuwider ist, fast gegen ihren Willen eine Liebesbeziehung zu dem neuen Bezirkskommandanten Crampas ein, der sie zuvor lange vergeblich umworben hatte. Diese eher leidenschaftslose Beziehung ist zu Effis Erleichterung beendet, als ihr Mann nach Berlin versetzt wird. Die Zeit in Berlin gestaltet sich harmonisch - bis Innstetten durch Zufall Briefe findet, die Crampas während der Kessiner Zeit an Effi geschrieben hatte. 

Leseprobe


In Front des schon seit Kurfürst Georg Wilhelm von der Familie
von Briest bewohnten Herrenhauses zu Hohen-Cremmen fiel heller
Sonnenschein- auf die mittagsstille Dorfstraße, während
nach der Park- und Gartenseite hin ein rechtwinklig angebauter
Seitenflügel einen breiten Schatten erst auf einen weiß
und grün quadrierten Fliesengang und dann über diesen
hinaus auf ein großes in seiner Mitte mit einer Sonnenuhr
und an seinem Rande mit Canna indica und Rhabarberstauden besetztes
Rondell warf.


Einige zwanzig Schritte weiter, in Richtung und Lage genau dem
Seitenflügel entsprechend, lief eine, ganz in kleinblättrigem
Efeu stehende, nur an einer Stelle von einer kleinen, weiß
gestrichenen Eisentür unterbrochene Kirchhofsmauer, hinter
der der Hohen-Cremmener Schindelturm mit seinem blitzenden, weil
neuerdings erst wieder vergoldeten Wetterhahn aufragte. Fronthaus,
Seitenflügel und Kirchhofsmauer bildeten ein einen kleinen
Ziergarten umschließendes Hufeisen, an dessen offener Seite
man eines Teiches mit Wassersteg und angeketteltem Boot und dicht
daneben einer Schaukel gewahr wurde, deren horizontal gelegtes
Brett zu Häupten und Füßen an je zwei Stricken
hing - die Pfosten der Balkenlage schon etwas schief stehend.
Zwischen Teich und Rondell aber und die Schaukel halb versteckend
standen ein paar mächtige alte Platanen.


Auch die Front des Herrenhauses - eine mit aloekübeln und
ein paar Gartenstühlen besetzte Rampe - gewährte bei
bewölktem Himmel einen angenehmen und zugleich allerlei Zerstreuung
bietenden Aufenthalt; an Tagen aber, wo die Sonne niederbrannte,
wurde die Gartenseite ganz entschieden bevorzugt, besonders von
Frau und Tochter des Hauses, die denn auch heute wieder auf dem
im vollen Schatten liegenden Fliesengange saßen, in ihrem
Rücken ein paar offene, von wildem Wein umrankte Fenster,
neben sich eine vorspringende kleine Treppe, deren vier Steinstufen
vom Garten aus in das Hochparterre des Seitenflügels hinaufführten.
Beide, Mutter und Tochter, waren fleißig bei der Arbeit,
die der Herstellung eines aus Einzelquadraten zusammenzusetzenden
Altarteppichs galt; ungezählte Wollsträhnen und Seidendocken
lagen auf einem großen, runden Tisch bunt durcheinander,
dazwischen, noch vom Lunch her, ein paar Dessertteller und eine
mit großen, schönen Stachelbeeren gefüllte Majolikaschale.

 

Autoreninfo

Theodor Fontane (1819 -1898) ist der bedeutendste Erzähler des literarischen Realismus. Der gelernte Apotheker machte mit 30 Jahren das Schreiben zum Beruf, zunächst als Journalist und Theaterkritiker. Erst spät begann er erfolgreich Romane und Erzählungen zu schreiben. Seine Romane und Novellen, die vielfach verfilmt wurden, zählen zu den meistgelesenen Klassikern des 19. Jahrhunderts. 

Mehr vom Verlag:

Hamburger Lesehefte

Mehr aus der Reihe:

Hamburger Lesehefte

Mehr vom Autor:

Fontane, Theodor

Produktdetails

Medium: Buch
Format: Kartoniert
Seiten: 261
Sprache: Deutsch
Erschienen: Januar 1987
Maße: 200 x 129 mm
Gewicht: 216 g
ISBN-10: 3872911708
ISBN-13: 9783872911704

Bestell-Nr.: 77558 
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Gattung: Roman
KNO-SAMMLUNG: Hamburger Lesehefte Nr.171
KNOABBVERMERK: 2015. 264 S. 20 cm
KNOMITARBEITER: Mitarbeit: Lehmann, Elke; Lehmann, Uwe
Einband: Kartoniert
Sprache: Deutsch
Beilage(n): ,

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