Schneewittchen muss sterben
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Schneewittchen muss sterben (Kartoniert)

Der vierte Fall für Bodenstein und Kirchhoff

von Neuhaus, Nele

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Buch   (Kartoniert)
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Beschreibung zu "Schneewittchen muss sterben"  (Buch)

Im Zweifel gegen den Angeklagten

Der Millionen-Bestseller von Nele Neuhaus

Sulzbach im Taunus: An einem regnerischen Novemberabend wird eine Frau von einer Brücke auf die Straße gestoßen. Die Ermittlungen führen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in die Vergangenheit: Vor vielen Jahren verschwanden in dem kleinen Taunusort Altenhain zwei Mädchen. Ein Indizienprozess brachte den mutmaßlichen Täter hinter Gitter. Nun ist er in seinen Heimatort zurückgekehrt. Als erneut ein Mädchen vermisst wird, beginnt im Dorf eine Hexenjagd...

Entdecken Sie auch SOMMER DER WAHRHEIT, einen fesselnden Roman, den Nele Neuhaus unter dem Namen Nele Löwenberg geschrieben hat! 

Medium:  Buch
Seiten:  544
Format:  Kartoniert
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  Juli 2010
Mehr vom Autor
› Neuhaus, Nele
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› List bei Ullstein
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› Ullstein Taschenbuchvlg.
Maße:  187 x 124 mm
Gewicht:  386 g
ISBN-10:  3548609821
ISBN-13:  978-3548609829

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  Für mich ein toller Einstieg in die Fälle von Kirchhof und v

- von Stefanie aus Dresden, 06.09.2016 -

Nach einer 10-jährigen Haftstrafe wird der nun 30-jährige Tobias Sartorius aus dem Gefängnis entlassen, wird von seiner langjährigen Freundin Nadja abgeholt und kommt zurück in sein Elternhaus. Dort trifft ihn der Schock. Während seiner Zeit im Gefängnis, haben ihm seine Eltern bei ihren Besuchen immer wieder die heile Welt vorgespielt und dass sich nichts verändert hätte. Aber die Realität sieht ganz anders aus: er findet seinen Vater allein auf dem verwahrlosten Hof vor, die damals sehr beliebte und gut besuchte Gaststätte ist schon lange geschlossen und seine Eltern haben sich auch getrennt weil seine Mutter es nicht mehr ertragen hat, im Ort wie eine Aussätzige behandelt zu werden.
Damals waren 2 kleine Mädchen spurlos verschwunden und die Beweise sprachen damals gegen Tobias, weswegen er dann auch für 10 Jahre ins Gefängnis musste.
Zu allem Übel schlägt ihm im Ort auch noch der blanke Hass der Bewohner entgegen, denn diese scheinen davon überzeugt zu sein, dass damals der Richtige verhaftet wurde. Und als wäre das noch nicht genug, holt ihn nun diese Vergangenheit wirde ein..nn es verschwindet wieder ein junges Mädchen und allen im Ort ist sofort klar, was passiert und wer der Täter ist.

Ungefähr zur gleichen Zeit werden auf einem stillgelegten Flugplatz Knochen gefunden, die zu einem der damals verschwundenen Mädchen gehören könnten.
Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein ermitteln in diesem Fall und Pia fallen ein paar Ungereimtheiten in den alten Ermittlungsakten zu diesem Fall auf. Außerdem merkt sie, dass die Bewohner des kleinen Ortes sie nach Strich und Faden zu belügen scheinen. Haben sie etwa irgendwas zu verheimlichen, was für die Ermittlungen wichtig wäre?

Das war das erste Buch, dass ich von Nele Neuhaus gelesen habe. Durch den tollen Buchtitel bin ich darauf aufmerksam geworden. Erst beim Lesen merkte ich, dass dies nun schon das 4. Buch von Nele Neuhaus über das Ermittlerduo Kirchhoff/von Bodenstein war. Auch wenn man im Buch viel über das Privatleben der beiden Ermittler erfährt, hatte ich beim Lesen dennoch nie das Gefühl, dass mir eine wichtige Information aus den ersten 3 Bänden fehlt. Nele Neuhaus hat es geschafft, alle Charaktere so darzustellen und alles so geschickt miteinander zu verstricken, dass man Niemanden mehr trauen konnte und bis kurz vorm Ende auch nicht wusste, was nun eigentlich passiert ist und wer der Täter sein könnte.
Das Buch und der Schreibstil haben mich total begeistert, so sehr, dass ich mir anschließend auch die anderen Bücher gekauft habe. Mittlerweile bin ich ein richtiger Nele Neuhaus-Fan geworden. Aus dem Grund gibt es hier von mir 5 von 5 Punkten. 

  Nele Neuhaus . Schneewittchen muss sterben

- von Diana Eichhorn aus Moers, 01.02.2015 -

Nele Neuhaus ? Schneewittchen muss sterben

Tobias Sartorius wird nach 10 Jahren aus der Haft entlassen. Sein Vergehen: Er soll 2 Mädchen getötet haben, die Leichen wurden nicht gefunden.
Als er zurück zu seinem Vater nach Altenhain kommt, muss er feststellen, das der Hof heruntergekommen, die Eltern getrennt und die Familien-Gaststätte geschlossen ist. Seine Freunde und Nachbarn haben sich von der Familie abgewendet, ausser Nathalie mit der er schon in seiner Jugend befreundet ist und Claudius Terlinden, der die halbe Stadt besitzt.
Als Tobi dann Amelie kennen lernt, und diese kurz darauf verschwindet, beginnt der Alptraum vom neuen.
Die Ermittler Pia Kirchhoff und Oliver Bodenstein werden zu einem Leichenfund gerufen. Schnell werden die Parellen zu dem alten Schneewittchen-Mord von vor 10 Jahren gezogen und Tobias gerät wieder ins Visier der Ermittler.

Das Buch hat mich überzeugt. Es ist flüssig und temporeich geschrieben, sehr spannend und ich hatte gar nicht die Möglichkeit es aus der Hand zu legen, weil ich wissen wollte, wie es weiter geht. Viele Handlungsstränge laufen zusammen, die man aber sehr gut verfolgen kann. Nach und nach werden die Handlungen miteinander verknüpft und bis zum Schluss weiß man nicht wer der Täter oder die Täter sind. Schneewittchen muss sterben ist mein erstes Nele Neuhaus Buch, aber es wird definitiv nicht das letzte sein. Das Cover ist sehr ansprechend. Die Charaktere im Buch waren mir auf Anhieb sympathisch und man konnte sich sehr gut in die Personen hineinversetzen. Alles in allem ein sehr gelungenes Buch. 

  Super - liest sich in einem Zug

- von Rezensentin/Rezensent aus Oberberg, 06.11.2014 -

Ein unwahrscheinlich toller Krimi, den ich wirklich kaum aus der Hand legen konnte. Ein Buch, das man nur verschlingen kann, was einerseits an der sehr spannenden und verzwickten Handlung liegt aber auch an den kurzen Kapiteln mit den ständigen Wechseln der Personen und Szenen. Jetzt, wo ich schon mehrere Bücher von Nele Neuhaus gelesen habe, stelle ich immer wieder fest, wie sie die Geschichten miteinander gekonnt verwebt und die Spannung durch ihre Handlungswechsel so toll steigern kann. Nun zum Inhalt: Kommissar Bodenstein und Kollegen ermitteln in einem seltsamen Fall. Eine Frau mittleren Alters, die mit der U-Bahn nach Hause zurückkehrt, wird von einer Brücke auf eine befahrene Straße gestoßen und stirbt. Wo liegt hier das Motiv? Zeitgleich wird Tobias Sartorius aus der Haft entlassen. Er hatte als Jugendlicher seine ehemalige Freundin Stefanie wegen ihres Aussehens auch genannt "Schneewittchen" umgebracht. An dem Tatabend hatte er wohl zuviel Alkohol getrunken und einen Streit mit Stefanie. Schließlich konnte er damals anhand von Zeugenaussagen und Indizien überführt werden, doch Stefanies Leiche wurde nie gefunden. Tobias kehrt in sein Heimatdorf zurück. Dort in der eheamligen Gaststätte zieht er zum Argwohn der Nachbarn und Bewohner des Dorfes wieder ein. Schnell kommt es zu Aggressionen gegen ihn, u. a. auch zum Streit mit einem ehemaligen Lehrer, der ihm rät, das Dorf zu verlassen. Am nächsten Tag wird eben dieser Lehrer erhängt an einem Baum aufgefunden. Es war kein Selbstmord und schnell gerät Tobias als Tatverdächtiger ins Spiel. Wie hängt dies alles mit dem damaligen Veschwinden Stefanies zusammen und ist Tobias wirklich unschuldig? Schließlich muß sich auch noch die junge, in Dorf hinzugezogene Amelie einmischen. Sie sieht Stefanie sogar sehr ähnlich und findet den älteren Tobias sympathisch. Sie möchte ihm gerne helfen, doch dabei gerät sie selbst in große Gefahr. Diesen Roman muß man einfach lesen. Lange rätselt man, wie alles zusammenhängt und durchschaut die intriganten Verwicklungen nicht. Das Ermittlerteam ist zudem so sympathisch, daß es ein rundum gelungener Krimispass ist! 

  Schneewittchen einer der Besten Nele Neuhaus

- von Elke Seifried aus Gundelfingen, 24.08.2012 -

Einer der besten Nele Neuhaus
Vorab, ich bin ein Leser, der alle Nele Neuhaus Krimis verschlingt. In diesem Band kommt Tobias Sartorius nach 10 Jahren Gefängnis wegen eines Doppelmordes an Laura und Stephanie frei. Doch zuhause ist nichts mehr wie es war. Und auch nicht, wie es jetzt zu sein scheint. Der Gasthof seiner Eltern ist ruiniert, seine Eltern sind getrennt. Obwohl Tobias seine Strafe abgesessen hat, verfolgt ihn das ganze Dorf. In die Szenerie um die Bewohner von Altenhain kann sich der Leser richtig hineinversetzen. Es blinzeln Nachbarn hinter Gardinen, schwatzen Hausfrauen im Tante-Emma-Laden und Unbekannte malen hässliche Parolen an Hauswände. Natürlich will wie immer keiner etwas gewusst haben. Lauras Leiche wird gefunden, doch Stephanie (Schneewittchen) bleibt verschwunden. Und dann verschwindet wieder ein Mädchen, Amelie. In Altenhain wird sofort Tobias verdächtigt. Dem Ermittlerduo Kirchhoff und Bodenstein kommen allerdings bald Zweifel an der Schuld von Tobias. Die Verdachtsmomente steigern sich immer mehr. Zuerst wird die Mutter des jungen Mannes tätlich schwer angegriffen, und dann verschwindet ein drittes Mädchen. Es kann doch nicht wieder Tobias gewesen sein? Es will alles nicht so recht zusammenpassen. Der Spannungsbogen wächst in diesem Band beständig an. Aber auch durch ihren flüssigen Schreibstil und den häufigen Perspektivenwechsel gelingt es Nele Neuhaus wie immer die Spannung über alle Seiten stets hoch zu halten. Die Verwirrungen sind kaum durchschaubar, aber trotzdem nicht zu verwirrend. Da ich mich bereits einige Bände vorher schon in das Ermittlerduo ?verliebt? habe möchte ich Neueinsteigern noch mitgeben, dass die einzelnen Charaktere sehr gut beschrieben sind, sodass man sich schnell in das Geschehen einfindet, man muss also nicht zwingend alle anderen Bände kennen. Ich hatte dieses Jahr das Glück bei der Aktion ?Ich schenk dir ein Buch? 30 Bände zu erhalten. Von durchwegs allen Beschenkten kamen sehr positive Rückmeldungen, ein Großteil hat sich bereits weitere Bände von Nele Neuhaus zugelegt und ebenso wie ich alle verschlungen. 

  Ein Mensch, zum Mörder gemacht

- von lenchen_196 aus Bayern, 04.06.2011 -

Was ist der Reiz der Kriminalromane? Die Suche nach der Lösung des Rätsels. Die Feststellung, wer der Mörder ist. Ein guter Kriminalroman wird außerdem durch die realistische Darstellung der Tatmotive interessant. Ein sehr guter Kriminalroman zeigt auf eine realistische Weise, wie ein Mensch zum Verbrecher wird. Denn keiner wird als Verbrecher geboren, genauso wenig wie man als Held geboren wird. Manchmal wird in einem Kriminalroman erzählt, wie ein Mensch zum Verbrecher gemacht wird. Vorsätzlich und zielstrebig.
Zu diesem Thema gibt es viele erfundene oder halberfundene Geschichten. Manipulation der Persönlichkeit, Anwendung von psychotropen Präparaten, Hypnose, Einpflanzung von Computerchips ins Gehirn…
Doch nichts davon findet man im Roman von Nele Neuhaus. Darin gibt es keine einzige Situation, die die Realität nur um einen winzigen Schritt überschreitet. Die Haupthandlung des Romans ist der Alltag in seinen typischen Situationen. Und doch ist die erzählte Geschichte unglaublich. Die Erzählung davon, wie ein Mensch durch seine Umgebung zu Mörder gemacht wurde. Gemacht – und zwar bewusst. Ausweglos. Obwohl dieser Mensch von sich aus kein Bestreben danach hatte, die Gesetze zu brechen – geschweige denn, jemandem etwas Böses zu tun.
Mit psychologischer Tiefe, in kleinsten Details wird das Leben eines kleinen Dorfes in Hessen gezeigt. Jeder Charakter, jeder Dorfbewohner ist mit Leben gefüllt, deren Freuden und Trauer, Bestrebungen und Ängste, Tugenden und Sünden werden gezeigt.
Die mühevolle psychologische Ausarbeitung sowie die detailreiche Erzählung machen den Roman auf den ersten hundert Seiten etwas langsam. Zwischen den vielen Charakteren vergisst man schon mal die Zusammenhänge.
Aber je weiter die Geschichte fortschreitet, desto spannender wird sie. Hinter jeder Episode sickert die Atmosphäre eines schrecklichen Geheimnisses durch. Warum hat ein Dorf den Mord zweien jungen Frauen gebraucht? Warum wurden diese Frauen, ohne das selbst zu wissen, für dieses schlimme Ende bestimmt?
Und wenn die Morde geplant wurden, muss es auch einen Mörder geben. Und ein junger Dorfbewohner wird zum Mörder gemacht – weil ja schließlich jemand für das, was passiert ist, haften muss.
Elf Jahre alte Geschehnisse, als die Morde passiert sind, werden abwechselnd mit der Erzählung in der Gegenwart dargestellt – als der Täter nach der Haftstrafe entlassen wird und in sein Heimatdorf zurückkehrt. Die Geschichte wiederholt sich in paranoider Reihenfolge: es wird wieder ein Opfer ausgesucht, eine junge Frau, die einer damals Ermordeten erstaunlich ähnlich sieht. Und zum Mörder wird wieder jemand, von dem man nichts anderes erwartet, als ein weiteres Verbrechen.
Was steht hinter diesem Teufelskreis sich wiederholenden Horrors?
Wurden die Morde wirklich durch denjenigen begangen, dem diese Rolle zugeschrieben wurde? Oder ist der wahre Mörder ein anderer. Die Kommissare Pia Kirchhof und Oliver von Bodenstein haben noch nie einen solch komplizierten Knoten von Intrigen und Lügen zu lösen gehabt. Nebenbei behindern ihre privaten Erlebnisse die Ermittlungen: Oliver bekommt einen Hinweis nach dem anderen, dass seine Frau ihn betrügen würde, und Pia erfährt mit Schrecken, dass ihr gekauftes Haus illegal gebaut wurde und sie jeden Tag das Dach über dem Kopf verlieren kann…
Werden die Kommissare die Hintergründe der Geschehnisse im Dorf erkennen, werden sie den Rätsel um die Morde lösen?.. 

  Trügerische Dorfgemeinschaft

- von coffee2go aus Österreich, 21.04.2011 -

Kurze Inhaltszusammenfassung:
Tobias wird nach zehn Jahren Haft, aufgrund eines Indizienprozesses, aus dem Gefängnis entlassen. Er kehrt in seinen Heimatort zurück und gleich darauf verschwindet wieder ein junges Mädchen im Ort und eine Hetzjagd gegen Tobias beginnt. Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein führen die Ermittlungen, entdecken Ähnlichkeiten zu den Fällen aus der Vergangenheit, kämpfen sich durch alte Akten und durch ein Netz aus Lügen und Intrigen, in die nahezu das gesamte Dorf verwickelt zu sein scheint.

Meine Meinung zum Buch:
Nele Neuhaus hat einen Schreibstil, der sehr angenehm zu lesen ist und die Spannung bis zum Schluss aufrecht hält. Die Schilderung über den kleinen Ort Altenhain sowie die Beschreibung der einzelnen Personen, die dort leben, fand ich sehr realitätsnah und authentisch. Die vielen unterschiedlichen Personen und die Verwicklungen untereinander machen das Buch teilweise etwas komplex, zudem auch noch mehrere Handlungsstränge gleichzeitig geschildert werden. Gut gefallen hat mir, dass auch die beiden Ermittler Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein sehr detailliert beschrieben wurden und viel Platz für ihren Alltag und ihre persönlichen und familiären Probleme gelassen wurde. Dies hat den Krimi sehr aufgewertet und die involvierten Personen sehr authentisch und sympathisch gemacht. Eine einzige Schwäche für einen Sterneabzug ist mir am Ende des Krimis aufgefallen: Hier haben sich die Ereignisse nur noch überschlagen und waren teilweise nicht mehr glaubwürdig.

Titel und Cover:
Der Titel „Schneewittchen muss sterben“ passt sehr gut und wird auch im Buch geklärt. Das Cover finde ich optisch ansprechend gestaltet, es vermittelt den Eindruck der düsteren Novemberstimmung, die im Dorf herrscht.

Mein Fazit:
Ein sehr spannender Kriminalroman über die trügerische Idylle im kleinen Dorf Altenhain bei Taunus mit einem sympathischen Ermittlerduo. Ich freue mich schon auf den Nachfolgeroman von Nele Neuhaus „Wer Wind sät“, der wieder in der gleichen Gegend spielt. 

  Nur das Ende überzeugt nicht völlig

- von Manuela2205 aus Polling, 03.04.2011 -

Vor über 10 Jahren verschwanden im kleinen Dorf Altenhain zwei Mädchen. In einem Indizienprozess wurde damals Tobias Sartorius, der Wirtssohn, wegen Mordes verurteilt.
Nun kehrt er nach Verbüßung seiner Strafe in seine Heimat zurück.
Und wieder verschwindet ein Mädchen – das einem der damaligen Opfer verblüffend ähnlich sieht. Da ist Tobias natürlich der perfekte Verdächtige. Doch bei den Ermittlungen öffnen sich Abgründe in der Fassade der Dorfgemeinschaft.

An der Schuld von Tobias werden beim Leser von Anfang an Zweifel geweckt und der Verdacht stattdessen in eine bestimmte Richtung gelenkt. Zwar auf keine bestimmte, aber doch auf eine bestimmte Familie, so dass einige der verfolgten Fährten eher sinnfrei erscheinen. Der Leser ist der Polizei immer einen kleinen Schritt voraus und wartet darauf, dass das Ermittlerteam ebenfalls in die richtige Richtung blickt. Doch auch wenn man sich von Anfang an sicher ist, den Schuldigen zu kennen, bleibt die Spannung dennoch hoch, da der Fall immer komplizierter wird. So werden natürlich mehr und mehr Personen darin verwickelt, so dass man immer mal wieder überlegen muss, wo man den Namen einordnen muss, weshalb ich mir ein Personenverzeichnis gewünscht hätte. Dass das Privatleben der Ermittler und polizeiinterne Probleme gewälzt werden tut sein Übriges zum Personenwirrwarr.
Das Ende ist dann doch etwas überraschend, für mich jedoch nicht bis ins Detail glaubwürdig. Verflechtungen in einer Dorfgemeinschaft sind normal, aber in dieser Intensität kann ich sie mir nicht vorstellen. Dennoch ein guter und lesenswerter Krimi, so dass ich von der Autorin auch weitere Bücher lesen werde. 

  Nicht nur Schneewittchen musste sterben

- von Nijura aus Oberfranken, 24.03.2011 -

...auch Laura. Nach 10 Jahren Haft wegen der Morde an Stefanie (Schneewittchen) und Laura kehrt Tobias in sein Heimatdorf zurück und stellt fest, dass sich alles geändert hat. Die Eltern sind geschieden, der Gasthof existiert nicht mehr und ist total heruntergewirtschaftet, sein Vater ein Wrack. Die Dorfgemeinschaft bringt ihm nur Hass entgegen. Doch war Tobias damals wirklich der Mörder und wenn nicht, wer dann?

Es gibt viele Verdächtige, Nele Neuhaus versteht es den Leser auf immer neue Fährten zu bringen, die dann doch ganz anders enden als man vorher dachte. Der Krimi ist sehr gut geschrieben, nur das Ende ist einen Touch "too much". Dennoch wird mich das nicht abhalten, weitere Bücher der Autorin zu lesen. 

  Mit Schwächen, aber doch lesenswert

- von Rezensentin/Rezensent aus Stuttgart, 06.01.2011 -

Es war das erste Buch, das ich von Nele Neuhaus gelesen habe und dieser Krimi konnte mich auch nicht ganz für sie einnehmen. Der Prolog hatte mir noch am allerbesten gefallen, weil er Neugierde weckte und einen dazu bekam, die ganze Geschichte lesen zu wollen. Die weiteren kurzen Abschnitte konnten bei mir auch noch Interesse wecken und machten Lust auf mehr, aber dann kippte das Ganze. Das Dorf und seine Bewohner standen im Vordergrund und vor den Ermittlern wusste man Bescheid und deshalb war es wenig lesenswert sie bei der Arbeit zu begleiten. Das Rätsel um das Skelett war schnell gelöst und noch vor der 200. Seite fragte ich mich, warum ich noch über 300 Seiten lesen soll, denn es machte nicht den Anschein, dass noch etwas wirklich Spannendes geschehen würde. Es folgte ein Durchhänger und ich hätte gut und gerne das Buch beiseite legen können und lieber etwas anderes gelesen, aber halbgelesene Bücher rezensiere ich nicht und deshalb musste ich mich weiter voranarbeiten, um auch wirklich alle Details dieser Geschichte in Erfahrung gebracht zu haben. Wenigstens gefiel mir der Schreibstil so gut und die Geschichte ist auch wirklich gut erzählt so dass ich doch am Ball blieb. Leider blieb vieles vorhersehbar und manchmal blieb es fraglich, für was die Ermittler überhaupt benötigt werden. Andererseits wurden mir die Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein erst richtig sympathisch und die letzten Seiten gefielen mir so gut, dass ich das Buch gar nicht aus der Hand legen wollte.

Gut, dass auf dem Cover der Aufkleber „Ein Taunus Krimi“ klebte, denn etwas typisch Taunus-haftes bekam ich nicht zu lesen und der Krimi hätte in jedem beliebigen kleinen Ort spielen können. Weniger als 500 Seiten wäre mehr gewesen und wenn die Geschichte anders erzählt worden wäre, hätte dies mehr Spannung und eine größere Lesefreude mit sich gebracht. Mir fällt es schwer dieses Buch jemanden weiterzuempfehlen, denn es war zwar recht gut, aber es fehlt ihm das gewisse Etwas. Wer noch keinen einzigen Band gelesen hat, dem empfiehlt es sich wohl eher mit dem Ersten zu beginnen um in die Reihe einzusteigen. 

  Spannendes Buch

- von Denise Muratoglu aus Korbach, 31.10.2010 -

Das Buch hat mir sehr gut gefallen! Es ist sehr spannend geschrieben! Konnte es kaum aus der Hand legen weil ich wissen musste wie es weitergeht! Empfehlenswert! 

  Was geschah mit Schneewittchen?

- von anyways aus Greifswald, 12.08.2010 -

Das Hofheimer K11 ermittelt unter der Leitung von Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in einem versuchten Totschlag. Eine Frau wurde von einer Fußgängerbrücke auf die darunter liegende Straße gestoßen, neben den schweren Verletzungen der Frau ist ein Toter unter den Autofahrern zu beklagen. Das Opfer, Pia Cramer, wird ins Krankenhaus gebracht und Kirchhoff und Bodenstein machen sich auf den Weg nach Altenhain um deren Ex-Mann von dem Vorfall zu unterrichten. Hartmut Sartorius lebt auf einem runter gewirtschafteten Hof mit angrenzender Gaststätte, die ebenfalls schon seit Jahren geschlossen ist. Bei ihrer Ankunft lernen die beiden Beamten auch Tobias Sartorius kennen, der gerade erst aus eine 11jährigen Gefägnissstrafe in sein Heimatdorf zurückgekehrt ist. Von Anfang an interessiert sich Pia für seine Geschichte. Tobias ist vor 11 Jahren aufgrund eines Indizienprozesses verurteilt worden zwei 17jährige Mädchen ermordet zu haben. Während des Prozesses hat er aber immer wieder beteuert einen Filmriss zu haben, und sich deshalb nicht an die Ereignisse in jener Nacht erinnern kann. Pia lässt sich die alten Akten bringen und ermittelt nebenbei. Kurze Zeit später überschlagen sich die Ereignisse, erst wird das Skelett eines Mädchens auf einem stillgelegten Militärflugplatz gefunden und dann verschwinden auch noch wichtige Zeugenaussagen aus den alten Ermittlungsakten um den Fall Sartorius. Bei der Obduktion der menschlichen Überreste stellen die Pathologen fest, dass es sich um eines der vor 11 Jahren verschwundenen Mädchen handelt. Dann verschwindet wieder ein 17 jähriges Mädchen aus Altenhain, fatalerweise ähnelt sie einem der früheren Opfer, denn auch sie ist weiß wie Schnee, rot wie Blut und schwarz wie Ebenholz. Die Einwohner des Dorfes mobilisieren sich, denn ein Täter ist viel zu schnell ausgemacht…

Der Autorin gelingt mit der Schilderung der Dorfgemeinschaft Altenhain die düstere, klaustrophobisch anmutende Geschichte um die mafiaähnlichen Strukturen innerhalb dieser Gemeinschaft. Das Ermittlerduo wirkt sympathisch und man nimmt auch an deren Leben außerhalb des Falles teil.

Einziges Schwächen dieses Krimis sind die schlecht recherchierten medizinischen Fachausdrücke (vielleicht war es aber nur ein Schreibfehler), die Tatsache dass der fast 50 jährige Bodenstein schon zwei erwachsene Kinder (um die 25 Jahre) sowie noch ein Kleinkind mit seiner Ehefrau hat. Es ist nicht ganz auszuschließen aber auch sehr untypisch und wirkt dadurch unglaubwürdig. Ebenfalls purzelt ab und an die chronologische Zeitabfolge durcheinander das fällt im letzten Drittel des Buches besonders auf. Alles in allem aber ein solider Krimi mit vielen Wendungen, den Leser auch über das gesamte Buch zu fesseln vermag. 

  sehr gut!

- von Rezensentin/Rezensent aus München, 18.07.2010 -

Im beschaulichen Dorf Altenhain in der Taunus bricht die Hölle los als der dreizigjährige Tobias nach zehn Jahren Gefängnis wegen zweifachen Mordes zurückkehrt. Die Erinnerung an die zwei damals verschwundene Mädchen kommt hoch, die Dorfbewohner nehmen die Oberhand und schüchtern die Familie Sartorius übelst ein: die Mutter von Tobias wird von einer Brücke gestossen und noch ein Mädchen, das an der Geschichte von damals sehr interessiert ist, verschwindet. Die Lage spitzt sich zu als im alten Flughafen die Leiche von einem der Mädchen von damals gefunden wird.
Ein Testament, Geldgier, Eifersucht und Ansehen verstricken seit über ein Jahrzehnt eine nicht mehr zu bremsen Lügenlandschaft.
Pia und Bodenstein kommen nach und nach allen Geheimnissen der Dorfsbewohnern und der Mordgeschichten nach.

Ein sehr guter Krimi mit vielen tollen Eigenschaften: bunte Dorfbewohner mit dunklen Geheimnissen, tolle Ermittler mit eigener Geschichte und persönlichen Probleme, sehr real und auch erschreckend nah.
Die verschiedene Perspektiven beim Erzählen, das präzise Auslassen und ausgewählte Hinzufügen von Informationen verleihen der Geschichte eine sehr lebendige und spannende Note.
Die Spannung bei über 500 Seiten zu halten ist eine grosse Kunst und hier absolut gelungen.

Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und werde demnächst die verpassten Neuhaus-Krimis schnell nachholen.  

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Neuhaus, Nele
Nele Neuhaus, geboren in Münster / Westfalen, lebt seit ihrer Kindheit im Taunus und schreibt bereits ebenso lange. Ihr 2010 erschienener Kriminalroman Schneewittchen muss sterben brachte ihr den großen Durchbruch, heute ist sie die erfolgreichste Krimiautorin Deutschlands. Außerdem schreibt die passionierte Reiterin Pferde-Jugendbücher und, unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg, Unterhaltungsliteratur. Ihre Bücher erscheinen in über 30 Ländern. Vom Polizeipräsidenten Westhessens wurde Nele Neuhaus zur Kriminalhauptkommissarin ehrenhalber ernannt. 

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