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Erbarmen

(Thriller)

von Adler-Olsen, Jussi   (Autor)

"Jussi Adler-Olsen erzählt so bestialisch böse wie Dean Koontz und lässt seine Kriminalisten so rasant ermitteln wie Stieg Larsson." Jydske Vestkysten

Buch (Kartoniert)

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Produktbeschreibung

Und dann kam die Angst wie ein schleichendes Gift.

Der Albtraum einer Frau.
Ein dämonischer Psychothriller.
Der erste Fall für Carl M›rck
vom Sonderdezernat Q in Kopenhagen.

Die verzerrte Stimme kam aus einem Lautsprecher irgendwo im Dunklen: "Herzlichen Glückwunsch zu deinem Geburtstag, Merete. Du bist jetzt hier seit 126 Tagen, und das ist unser Geburtstagsgeschenk: Das Licht wird von nun an ein Jahr lang eingeschaltet bleiben. Es sei denn, du weißt die Antwort: Warum halten wir dich fest?"

Am 2. März 2002 verschwindet eine Frau spurlos auf der Fähre von R›dby nach Puttgarden, man vermutet Tod durch Ertrinken. Doch sie ist nicht tot, sondern wird in einem Gefängnis aus Beton gefangen gehalten.

Wer sind die Täter?
Was wollen sie von dieser Frau?
Und: Kann ein Mensch ein solches Martyrium überleben?

''Ein ungewöhnlich schöner und hochspannender Thriller, der einem bis zur letzten Seite den Atem abschnürt.'' politiken.dk

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Autoreninfo

Adler-Olsen, Jussi
Jussi Adler-Olsen veröffentlicht seit 1997 Romane, seit 2007 die erfolgreiche Serie um Carl M›rck vom Sonderdezernat Q. Mit den Thrillern 'Erbarmen', 'Schändung', 'Erlösung', 'Verachtung', 'Erwartung' und 'Verheißung' sowie mit seinen Romanen 'Das Alphabethaus', 'Das Washington Dekret' und 'TAKEOVER. Und sie dankte den Göttern' stürmt er die internationalen Bestsellerlisten. Seine vielfach preisgekrönten Bücher erscheinen in über 40 Ländern und werden mehrfach verfilmt. 

Mehr vom Verlag:

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Mehr aus der Reihe:

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Mehr vom Autor:

Adler-Olsen, Jussi

Produktdetails

Medium: Buch
Format: Kartoniert
Seiten: 416
Sprache: Deutsch
Erschienen: Oktober 2009
Originaltitel: Kvinden i buret
Maße: 210 x 136 mm
Gewicht: 500 g
ISBN-10: 3423247517
ISBN-13: 9783423247511

Das sagen Kunden über diesen Artikel:

  Erbarmen

- von Elohym78 aus Horhausen, 03.10.2011 -

In dem Buch "Erbarmen" geht es um Carl Morck, einen Ermittler der dänischen Polizei, der neuer Chef des Dezernats Q wird. Sein erster Fall beschäftigt sich mit dem Verschwinden von Merete Lynggaard. Sie verschwand Spurlos von einer Fähre, auf der sie sich wegen einer Urlaubsreise nach Berlin mit ihrem geistigbehinderten Bruder Uffe befand. Nach dem alle Möglichkeiten - Mord, Selbstmord, Entführung - im Sande verliefen, wurde der Fall zu den Akten gelegt. Fünf Jahre später werden die Ermittlungen neu aufgerollt. Keiner, insbesondere Carls Vorgesetzter Marcus Jacobsen, glaubt an einen Erfolg. Carl bekam die Stelle nur, da er nach einer Schießerei, bei der er einen Kollegen verloren hatte und einer schwer verletzt wurde, zu nichts anderem zu gebrauchen war. Gemeinsam mit Hafez el-Assad, der eigentlich als Mädchen für alles eingestellt wurde, macht er sich an die Ermittlung. Mit verblüffenden Erfolgen...

Der Autor Jussie Adler Olsen kreiert mit seiner Hauptperson Carl Morck einen sehr sympatischen Ermittler. Carl ist wegen der Schießerei mit sich und der Welt im Uneins. Er gibt sich die Schuld und versinkt in einem Strudel aus Selbstmitleid und Antriebslosigkeit. Seine Ehe ist am Ende, der Ziehsohn tanzt ihm auf der Nase rum und keiner setzt mehr Vertrauen in ihn. Häufig steht er sich selbst im Weg mit seiner ruppigen Art, Menschen auf ihre Fehler hinzuweisen. Assad, sein neuer Helfer, wirkt auf ihn wie der rettende Engel. Auch er wird sehr deutlich beschrieben, wie auch andere handelnde Personen.

Das Buch gliedert sich in zwei Geschichten. Auf der einen Seite wird Carls Ermittlungsarbeit geschildert, das Leben jetzt und auf der anderen Seite die Gefangenschaft von Merete über die vergangenen fünf Jahre. Das Heute liest sich wie ein spannender Krimi. Meretes Leidensweg ist düster und beklemmend. Durch diese Einspielungen liest sich das Buch sehr flüssig und die Spannung wird von Anfang an kontinuierlich aufgebaut.

Mein Fazit: Ein lesenswertes Buch! Durch den Ermittler Carl Morck, der mit seinen Fehlern interessant, lustig und nachdenklich wirkt, haucht der Autor dem Buch Leben ein. Ich freue mich schon auf die weiteren, bestimmt spannenden Fälle des Dezernats Q! 

  Wo ist Merete?

- von anyways aus greifswald, 12.03.2010 -

Carl Mørck, Kommissar der Kopenhagener Kripo, fängt 2007 nach einem traumatischen Ereignis, bei dem ein Mann aus seinem Team getötet wurde und sein bester Freund durch eine Kugel querschnittsgelähmt ist, wieder an zu arbeiten. Er war auch vor diesem dramatischen Einsatz nicht der umgänglichste Kollege und jetzt treten diese unangenehmen Eigenschaften deutlicher zu Tage. Wie gut das Zuschüsse bewilligt wurden und eine völlig neue Abteilung geschaffen werden soll. Das Dezernat Q , spezialisiert auf alte ungeklärte Fälle. Carl wird auf den Posten hochgelobt und haust von nun an unterm im Keller der Kripo. Als Unterstützung für Tägliche Reinigungs- und Wartungsarbeiten wird im Hafez el-Assad zugeteilt, seines Zeichens politisch Verfolgter aus Syrien. Nur mag dieser nicht nur den ganzen Tag putzen und Carl chauffieren, seine Fahrweise ist eh mehr als bedenklich, Mordermittlungen sind da doch viel spannender.

Nachdem sich auf Carls Schreibtisch die Aktenberge bedenklich anwachsen, und er langsam gedrängt wird Ergebnisse vorzulegen, schnappt er sich die erstbeste Akte vom Stapel...

Ein sehr mysteriöser Fall.

Merete Lynggaard, angesehene Politikerin verschwindet 2002 auf der Fähre von Rødby nach Puttgarden. Zurück bleibt ihr völlig verwirrte und geistig behinderte Bruder, der kann aber zu den damaligen Ermittlungen auch nichts beisteuern.

Beim erneuten Untersuchungen fallen Carl und Assad mehre Ungereimtheiten auf, denen sie auf den Grund gehen müssen. Mit jeder neuen Einzelheit, die sie herausfinden , wird ihnen die Abscheulichkeit dieses Verbrechens immer mehr bewusst.

Aber ist Merete wirklich tot? Ihre Leiche wurde nie gefunden. Gibt es aber nach 5 Jahren noch eine Chance auf ein Lebenszeichen von ihr?

Jussi Adler Olsen schildert in seinem Thriller ein grausames Verbrechen, 5 Jahre in einer Zwangsisolation ohne Aussicht auf Kommunikation, neue frische Kleidung und Rettung. Ein Thriller der Gänsehaut verursacht, und den man nicht mehr weglegen kann.

Mit dem ungleichen Ermittlerduo ist ihm eine ausgezeichnete Hommage an frühere Literaturfiguren gelungen. 

  Albtraum in grausamer Gefangenschaft

- von uli.geissler@gmx.net aus Fürth/Bay., 31.12.2009 -

Wegen der Nachwirkungen auf seine Psyche wird der Kopenhagener Vizekriminalkommissar Carl Mørck „hochgelobt“ und bekommt die Aufgabe, ein Sonderdezernat „Q“ zur Bearbeitung alter, ungelöster Fälle zu leiten. Sein Büro wird im Keller eingerichtet und dort richtet es sich der etwas müde Kommissar gemütlich ein. Sein Assistent wird der „Asylant“ Hafez el Assid, ein fleißiger, Ordnung liebender und ziemlich intelligenter Bursche.

Sein erster, aus einem verstaubten Aktenstapel eher zufällig herausgesuchter Fall soll Licht ins Dunkel des ungeklärten Verschwindens und vermutlich Todes der Politikerin Merete Lynggaard bringen. Sie ist seit fünf Jahren spurlos verschwunden. Von Assid mehr oder weniger bedrängt, sich der Sache engagiert anzunehmen, sieht Carl in der Befassung und möglicherweise Lösung des Falls eine gute Gelegenheit, seinen verhassten Kollegen Bak dadurch vorzuführen, hat dieser doch offensichtlich damals sehr schludrig ermittelt.

Dann lässt einen der Autor eindrücklich erfahren, dass Frau Lynggaard keineswegs tot ist. In einem betonkalten, fensterlosen Raum – einer Druckkammer – wird sie unter erniedrigenden Bedingungen und ständiger Beobachtung gefangen gehalten. Die Gründe dafür bleiben lange Zeit völlig im Unklaren, sowohl für die Politikerin als auch für die Lesenden. Erst langsam wächst die Ahnung nach den Ursachen für die grausame Tat. Die Gefangene erkennt – wenn auch erst spät – mit wem sie es zu tun hat. Eine ungeahnte Kraft und innere Stärke lässt sie gegen die drohende Vernichtung ankämpfen. Der Triumph soll nicht den Peinigern gehören, sondern ihrer Selbstbestimmung.

Mit der bis dahin wenig oder gar nicht bekannten Tötungsmethodik überrascht Jussi Adler-Olsen und lässt Einen erschauern. Gleichzeitig macht es geradezu Spaß, die Kappeleien der beiden Ermittler sowohl untereinander als Carls gegenüber seinem Chef oder früheren Kollegen zu beobachten, was einen gewissen Ausgleich zu der kruden und kaum erträglichen Martyrium Merete Lynggaards schafft. Daneben gibt es noch ein wenig Medienschelte, Gesellschaftskritik und ein paar interessante Figuren wie die etwas überkandidelte mit ihm in Trennung lebende Ehefrau oder den etwas verwegenen Sohn Mørcks mitgeliefert.

Der dänische Thriller unterhält mit einer krassen Geschichte, authentischen Figuren und Handlungssträngen. Er ist gut spannend, wenngleich einige Längen zu verkraften sind und zudem die Motivlage für die unmenschliche Tat doch eher dünn und kaum angemessen scheint.

© 12/2009, Redaktionsbüro Geißler, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay. 

  Hass als Motor für dieses Verbrechen

- von Rockabella aus Essen, 11.12.2009 -

Die erfolgreiche Politikerin Meret Lynggaard verschwindet auf einer Fähre spurlos. Nachdem die Ermittlungen im Sand verlaufen, geht die Polizei davon aus das Merete im Meer ertrunken ist und schließt die Akte. Fünf Jahre später wird das neue Sonderdezernat Q gegründet. Einzige Mitarbeiter: der abgeschobene Ermittler Carl Mork und sein syrischer Assistent Assad. Sie sollen ungeklärte Fälle neu aufrollen und entdecken tatsächlich eine neue Spur im Fall Merete Lynggaard. Was keiner ahnt: Merete wird seit fünf Jahren in einer Druckkammer gefangen gehalten und gequält. Doch nun ist die Zeit der tot geglaubten Politikerin bald abgelaufen. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Jussi Adler-Olson hat mit „Erbarmen“ einen sehr spannenden Thriller geschrieben, der einen direkt von der ersten Seite an fesselt.

Dabei gibt es zwei spannende Handlungsstränge. Einen über Meretes Leben von 2002-2007 und einen von Carl Mork, Sonderermittler im Dezernat Q, der im Jahr 2007 mit einer Neuaufrollung des Falls beginnt. Beide Handlungsstränge verschlingen sich geschickt ineinander und bringen die Dramatik der Geschichte zum Höhepunkt.

Der Schreibstil ist authentisch und wunderbar flüssig zu lesen. Er treibt die Spannung voran und lockert dazwischen immer mal wieder mit Assistent Assads südländischen Marotten auf.

Die einzelnen Kapitel des Buches sind nochmals in überschauliche Abschnitte eingeteilt, was das Lesen unheimlich erleichtert. Denn ich persönlich mag seitenlange Kapitel ohne Absatz überhaupt nicht, da sie sich nicht für kurze Lesepause zwischendurch eigenen.

Dem Sonderermittler Carl Mork möchte man während des Lesens erstmal in den Hintern treten, das er mal in die Gänge kommt. Und dann wünscht man ihm einfach nur noch viel Glück und ist selbst ganz gespannt darauf wo die Ermittlungen hinführen werden. Im Gegensatz zu ihm ist sein Assistent, der aus Syrien stammende Assad, sehr motiviert. Assad lockert das ganze Buch auf und ist eindeutig mein Lieblingscharakter. Doch auch ihn umgeben einige Geheimnisse, die Carl Mork zu ergründen versucht.

Merete Lynggaard tut einem einfach nur Leid. Man leidet mit ihr. Kann sich kaum vorstellen wie schlimm die Qualen sind, die sie erleiden muss. Jussi Adler-Olson hat es sich nicht nehmen lassen die Protagonistin mit banalen Dingen wie Zahnschmerzen zu quälen, um die Gefangenschaft authentischer zu machen und das man sie besser nachfühlen kann. Es tun sich solche Abgründe der menschlichen Psyche auf, das man diese fiktive Person einfach nur drücken möchte und sich nicht vorstellen kann das es wirklich Menschen gibt, die anderen Menschen so etwas mit Genugtuung antun können.

„Erbarmen“ ist ein sehr spannendes, manchmal beängstigendes, aber auch sehr lesenswertes Buch. Ich bin hellauf begeistert und werde das Buch direkt in meiner Familie weiter empfehlen. 

  Kein Erbarmen

- von Rezensentin/Rezensent aus Königswinter, 12.11.2009 -

Eine junge erfolgreiche Politikerin verschwindet auf einer Ostseefähre spurlos.
5 Jahre später: ein Polizist wird „strafbefördert“. Aufgrund eines Traumas ist er nicht mehr für die Mordkommission geeignet und bekommt eine eigene „Abteilung“. Diese soll alte Fälle aufarbeiten. Dabei stößt er, wenn auch zunächst eher widerwillig, auf den Fall der Politikerin. Hat sie tatsächlich Selbstmord begangen oder hat ihr behinderter Bruder sie ins Meer gestoßen? Der Leser weiß aufgrund der parallelen Handlung: sie ist entführt worden. Und ihre Zeit läuft ab. Und die Täter haben kein Erbarmen...
Dieser dänische Krimi ist eine Klasse für sich. Er hat dieses düstere Flair, das skandinavische Autoren so gerne mitbringen. Dabei ist er aber nicht so blutrünstig wie viele amerikanische Thriller.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und sehr fesselnd. Er bindet den Leser sehr schnell in die Handlung ein, verknüpft das Schicksal der handelnden Personen geschickt mit den Emotionen des Lesers. Dabei wirken seine Charaktere überzeugend und haben die nötige Tiefe. Der Krimi ist nie langweilig oder langatmig und am liebsten möchte man hinten nachschauen, wie es ausgeht.
Die Parallelhandlungen erscheinen leider ein wenig konstruiert und dienen wohl lediglich dazu, zu beweisen, dass der Kommissar zu Unrecht „abgeschoben“ wurde. Ansonsten sind sie reiner Füllstoff.
Aber trotzdem: Ein 5-Sterne-Krimi! 

  Kampf an allen Fronten

- von schnegg72 aus nürnberg, 18.10.2009 -

Carl Mork müßte sich eigentlich wegen des Ausgangs seines letzten Falles, bei dem ein Kollege ums Leben kam und ein anderer für den Rest seines Lebens behindert bleiben wird, erst mal um sich selbst kümmern. Und so verhält er sich auch seinen Kollegen gegenüber, was seine Vorgesetzten auf eine Idee bringt.
Er soll das neu gegründete Sonderdezernat Q, das alte, ungeklärte Fälle aus dem ganzen Land übernehmen soll, im Alleingang übernehmen. Somit ist er aus dem Weg und den Großteil der dafür gedachten Gelder könnten in die eigene Abteilung fließen. Doch dabei haben sie die Rechnung ohne Carl gemacht.
So kämpft Carl nicht nur gegen sich selbst, sondern auch gegen seine Vorgesetzten und die Krminalität von anno dazumal. Anfangs noch ohne jegliche Motivataion stellt sich schnell ein Teil des alten Bisses wieder ein. In seinem Kellerreich. Dabei hilfreich ist sein neuer Assistent Assad.
So wird der Fall der verschwundenen Politikerin Merete wieder aufgerollt. Carl und Assad sind ein derart ungewöhnliches Duo, das entsprechend ungewöhnlich seine Ermittlungen anstellt. Gelingt es diesen beiden, das Rätsel um Merete nach 5 Jahren doch noch aufzuklären?
Ein weiteres fesselndes Meisterwerk aus Skandinavien, das am Schluß nur eine Frage offen läßt: Wann kommt endlich der 2. Teil des Sonderdezernat Q? Spannung pur, fessselnd, amtemberaubend.

buchfamily.jimdo/ 

  Ein Augenblick, der weite Kreise zieht

- von Rezensentin/Rezensent aus Stuttgart, 16.10.2009 -

Im März befindet sich die junge, aufstrebende Politikerin Merete Lynggaard zusammen mit ihrem behinderten Bruder Uffe auf dem Weg nach Berlin. Die See war ruhig, aber dennoch wird vermutet, dass Merete über Bord gegangen ist, als ihr Auto weiterhin auf dem Fährdeck steht und Uffe nach Tagen des Herumirrens auf der Insel Fehmarn aufgegriffen wird.
Als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und damit sie im Präsidium Carl Mørck aus dem Weg haben, wird er als Leiter des neu eingerichteten Sonderdezernats Q in den Keller verband. Er soll sich mit den nicht aufgeklärten Fällen beschäftigen, die ein spezielles Interesse in der Bevölkerung hergerufen haben. Sein erster Fall soll der von Merete Lynggaard sein, die seit fünf Jahren als vermisst gilt, aber deren Leiche nie gefunden wurde. Als Hilfskraft bekommt er den Syrer Hafez el-Assad zur Seite, der von der Polizeiarbeit keinen blassen Schimmer hat. Ob dies Früchte tragen wird?

Es war der erste Roman den ich von Jussi Adler-Olsen gelesen habe und somit erst auf ihn aufmerksam wurde, aber mit Sicherheit wird es nicht der letzte gewesen sein und ich werde zuschauen, dass ich mir Ende des Monats den zweiten Fall von Carl Mørck besorge. Zeitsprüngen stehe ich oftmals skeptisch gegenüber, aber hier waren sie richtig gut gemacht und ich kam auch nicht nie durcheinander damit, an welchem Punkt der Geschichte ich stehe. Die Geschichte nimmt einen mit und lässt einen nicht kalt. Erst zum Schluß hin empfand ich es als richtig spannend, obwohl ich mit Interesse die Ermittlungsarbeit verfolgt habe, allerdings haben die Ermittler, die zuerst mit dem Fall betraut waren ganz schönen Mist gebaut und vieles außer Acht gelassen. Mußte wohl so sein, damit Carl Mørck jetzt ermitteln und Erfolge verbuchen konnte. Ansonsten liest sich der Schreibstil richtig gut – weder langweilig noch ermüdend und man möchte das Buch gar nicht aus den Händen legen. Genau das richtige für vergnügliche Lesestunden, wenn man darin eintauchen und alles um sich herum vergessen will. Vorallem Assad, wie er meistens genannt wird, gibt dem Ganzen die richtige Würze. Aber auch Carl Mørck, der den Eindruck eines nicht ganz einfachen Zeitgenossens macht, kommt sympathisch und sehr menschlich rüber. Ein wenig enttäuscht war ich davon, dass es keine große Überraschung wurde, wer hinter der Entführung steckte. Erschreckend war wieviel Hass in dem jungen Mann loderte, den vermutlich die Mutter am meisten mit geschürt hat, denn Merete selber hatte nur einen Bruchteil Schuld an dem Unfall, verlor auch viel dabei, saß aber nicht selber am Steuer und konnte nicht vorhersehen, dass die Straße glatt ist. Die Geschichte ist ganz schön heftig und regt zum Nachdenken an.

Halbe Sterne kann man leider nicht vergeben und deshalb bekommt dieser Thriller von mir die höchste Bewertung. Die Geschichte hätte noch einen Deut besser sein müssen, aber für den Auftakt einer Reihe ist es genügend und ich rechne mit mehr für den zweiten Band. Gespannt darf man nach „Die Frau im Käfig“ auf „Die Fasanmörder“ sein. 

  Der Fehler eines Augenblicks

- von Rezensentin/Rezensent aus Neuendettelsau, 11.10.2009 -

Merete verschwindet spurlos, keine Zeugen, Hinweise oder Spuren. Der Fall kommt zu den Akten, bis Jahre später der traumatisierte Polizist Carl mit der unleidigen Aufgabe eines neuen Dezernats beiseite geschafft wird und den Fall wieder ausgräbt. In der Zwischenzeit findet sich Merete in einem unwirklichen Gefängnis wieder und wird mit der Frage nach dem Grund für ihr Leiden konfrontiert. Die ehemals aufstrebende Politikerin muss sich nun mit den Folgen eines einzigen Augenblicks auseinandersetzen und der Polizist muss seine eigene Tragödie überwinden um eine junge Frau zu retten. Dabei steht ihm Assad, sein neuer Assistent, stets zur Seite. Bis die beiden eine heiße Spur finden und über allerlei Ermittlungsfehler stolpern...

Dieser Thriller bietet eine komplexe Handlung, die immer wieder in neue Richtungen abdriftet und langsam die Gründe für diese Tat aufdeckt. Jussi Adler Olsen bietet aber auch besondere Charaktere, die durch ihre emotionale Tiefe überzeugen. Man kann den Kummer des Polizisten nachvollziehen und auch in die komplizierte Lage von Mereten kann man sich einfühlen. Einzig von Assad erfährt man noch nicht viel, aber das was man erfährt macht den Leser neugierig auf seine Vergangenheit in Syrien. Hoffentlich erfährt man in den Folgebänden noch etwas über seine Geschichte und warum er nach Dänemark auswandern musste.

Das Ermittlerteam aus Moerk und Assad macht Lust auf mehr, Moerk ist eher der grüblerische und mürrische Typ, der von dem aufgewecktem Assad immer wieder motiviert und aufgerafft wird. Beide haben mit ihren Schattenseiten zu kämpfen und müssen sich erstmal zusammenraufen.

Einziger Haken ist, dass man schon viel zu schnell ahnt wer der Entführer ist. Aber die Zusammenführung der einzelnen Stränge gestaltet sich umso spannender und lässt einen nicht mehr los. Ein Thriller der bis zum letzten Satz spannend und mitreßend bleibt. 

Bestell-Nr.: 5170888 
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Gattung: Thriller
KNO-SAMMLUNG: dtv Taschenbücher Bd.24751
KNOABBVERMERK: 11. Aufl. 2010. 420 S. 210 mm
KNOMITARBEITER: Übersetzung: Thiess, Hannes
Einband: Kartoniert
Sprache: Deutsch

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