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Mann ist Mann

Die Verwandlung des Packers Galy Gay in den Militärbaracken von Kilkoa im Jahre neunzehnhundertfünfundzwanzig. Lustspiel

von Brecht, Bertolt   (Autor)

¯Der Packer Galy Gay in Kilkoa geht aus, einen Fisch zu kaufen, und gerät unter die Soldaten einer englischen Maschinengewehrabteilung, die ihren vierten Mann beim Einbruch in eine Pagode verloren haben. Sie verwandeln ihn, damit nichts bemerkt wird, in diesen vierten Mann. Galy Gay wird Jeraiah Jip. Erst nennt er sich so, zuletzt ist er es. Wer am Morgen als beschauliches Individuum auszog, marschiert am Abend als Nummer unter Tausenden, als Kollektivbegriff, als Soldat nach Tibet. Mann ist Mann. Damit es so weit kommt, wird er wie eine Maschine, wie ein Auto abmontiert und neu aufmontiert. Diese Montage findet in sechs Nummern statt. Draußen bricht die Armee auf. Die Zeit drängt. Drinnen in der Kantine bauen die Soldaten einen lebendigen Mann um.® Herbert Ihering

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Produktbeschreibung


¯Der Packer Galy Gay in Kilkoa geht aus, einen Fisch zu kaufen, und gerät unter die Soldaten einer englischen Maschinengewehrabteilung, die ihren vierten Mann beim Einbruch in eine Pagode verloren haben. Sie verwandeln ihn, damit nichts bemerkt wird, in diesen vierten Mann. Galy Gay wird Jeraiah Jip. Erst nennt er sich so, zuletzt ist er es. Wer am Morgen als beschauliches Individuum auszog, marschiert am Abend als Nummer unter Tausenden, als Kollektivbegriff, als Soldat nach Tibet. Mann ist Mann. Damit es so weit kommt, wird er wie eine Maschine, wie ein Auto abmontiert und neu aufmontiert. Diese Montage findet in sechs Nummern statt. Draußen bricht die Armee auf. Die Zeit drängt. Drinnen in der Kantine bauen die Soldaten einen lebendigen Mann um.® Herbert Ihering 

Zusammenfassung


Das Lustspiel Mann ist Mann entstand 1924/26 und wurde
am 26. September 1926 unter der Regie von Jakob Geis mit Ernst
Legal als Galy Gay und Helene Weigel als Begbick am Landestheater
Darmstadt uraufgeführt. »Der Packer Galy Gay in Kilkoa
geht aus, einen Fisch zu kaufen, und gerät unter die Soldaten
einer englischen Maschinengewehrabteilung, die ihren vierten Mann
beim Einbruch in eine Pagode verloren haben. Sie verwandeln ihn,
damit nichts bemerkt wird, in diesen vierten Mann. Galy Gay wird
Jeraiah Jip. Erst nennt er sich so, zuletzt ist er es. Wer am
Morgen als beschauliches Individuum auszog, marschiert am Abend
als Nummer unter Tausenden, als Kollektivbegriff, als Soldat nach
Tibet. Mann ist Mann. Damit es so weit kommt, wird er wie eine
Maschine, wie ein Auto abmontiert und neu aufmontiert. Diese Montage
findet in sechs Nummern statt. Draußen bricht die Armee
auf. Die Zeit drängt. Drinnen in der Kantine bauen die Soldaten
einen lebendigen Mann um.« Herbert Ihering

 

Leseprobe


I


Kilkoa


Galy Gay und Galy Gays Frau


GALY GAY sitzt eines Morgens auf seinem Stuhl und sagt zu seiner
Frau
: Liebe Frau, ich habe mich entschlossen, heute, entsprechend
unserem Einkommen, einen Fisch zu kaufen. Es übersteigt
das nicht die Verhältnisse eines Packers, der nicht trinkt,
ganz wenig raucht und fast keine Leidenschaften hat. Meinst du,
ich soll einen großen Fisch kaufen, oder benötigst
du einen kleinen?


FRAU Einen kleinen.


GALY GAY von welcher Art aber soll der Fisch sein, den du benötigst?


FRAU ich denke an eine gute Flunder. Aber nimm dich bitte vor
den Fischweibern in acht, sie sind lüstern und auf Männer
aus, und du hast ein weiches Gemüt, Galy Gay.


GALY GAY das ist wahr, aber ich hoffe, daß sie einen mittellosen
Packer vom Hafen in Ruhe lassen.


FRAU Du bist wie ein Elefant, der das schwerfälligste Tiere
der Tierwelt ist, aber er läuft wie ein Güterzug, wenn
er ins Laufen kommt. Und da sind dann diese Soldaten, welche
die schlimmsten Menschen auf der Welt sind und welche in ungezählten
Mengen am Bahnhof ankommen sollen. Bestimmt stehen sie alle auf
dem Markt herum, und man muß froh sein, wenn sie nicht einbrechen
und töten. Auch sind sie gefährlich für einen
einzelnen Mann, weil sie immer zu viert sind.


GALY GAY. Einem einfachen Packer vom Hafen werden sie nichts tun
wollen.


FRAU das weiß man nicht.

 

Autoreninfo

Bertolt Brecht lebte von 1898 bis 1956. Mit seiner Lyrik und seiner Theaterarbeit nimmt er eine herausragende Stellung in der deutschen Literaturgeschichte ein. Wie bei kaum einem anderen finden sich in seiner Person der Theatertheoretiker, -autor und -macher vereinigt. 

Mehr vom Verlag:

Suhrkamp Verlag AG

Mehr aus der Reihe:

edition suhrkamp

Mehr vom Autor:

Brecht, Bertolt

Produktdetails

Medium: Buch
Format: Kartoniert
Seiten: 112
Sprache: Deutsch
Erschienen: September 2008
Auflage: Neuauflage
Maße: 176 x 108 mm
Gewicht: 102 g
ISBN-10: 3518102591
ISBN-13: 9783518102596
Verlagsbestell-Nr.: 10259

Bestell-Nr.: 33883 
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KNO-SAMMLUNG: edition suhrkamp 259
KNOABBVERMERK: 20. Aufl. 2009. 98 S. 177 mm
Einband: Kartoniert
Auflage: Neuauflage
Sprache: Deutsch

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