Nach dem bewaffneten Kampf
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Nach dem bewaffneten Kampf (Kartoniert)

Ehemalige Mitglieder der RAF und Bewegung 2. Juni sprechen mit Psychotherapeuten über ihre Vergangenheit. Mit einem Vorwort von David Becker

von Psychosozial Verlag GbR

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Beschreibung zu "Nach dem bewaffneten Kampf"  (Buch)

Ehemalige Mitglieder der RAF, Bewegung 2. Juni und aus der Unterstützerszene trafen sich 7 Jahre lang regelmäßig mit Psychoanalytikern und Psychotherapeuten, um über sich, ihre Beziehungen untereinander, ihre Haftbedingungen, ihre Politik und ihr Verhältnis zur Gesellschaft zu sprechen. Entstanden sind sehr persönliche, intellektuell differenzierte und politisch reflektierte, spannende Beiträge, die dazu anregen, den eigenen Standpunkt zum Thema RAF neu zu überdenken.

Ehemalige Mitglieder der RAF, Bewegung 2. Juni und aus der Unterstützerszene trafen sich 7 Jahre lang regelmäßig mit Psychoanalytikern und Psychotherapeuten, um über sich, ihre Beziehungen untereinander, ihre Haftbedingungen, ihre Politik und ihr Verhältnis zur Gesellschaft zu sprechen. Entstanden sind sehr persönliche, intellektuell differenzierte und politisch reflektierte, spannende Beiträge, die dazu anregen, den eigenen Standpunkt zum Thema RAF neu zu überdenken. 

Medium:  Buch
Seiten:  216
Format:  Kartoniert
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  März 2007
Auflage:  2., Aufl
Mehr aus der Reihe:
› Psyche und Gesellschaft
Mehr vom Verlag:
› Psychosozial Verlag GbR
Maße:  210 x 149 mm
Gewicht:  330 g
ISBN-10:  389806588X
ISBN-13:  978-3898065887
Verlagsbestell-Nr.:  588
Hinweis: Nur noch wenige Exemplare auf Lager.

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  Ein gut gemeinter Versuch?

- von Rezensentin/Rezensent aus hamburg, 19.03.2007 -

Ein gut gemeinter Versuch? Ich habe mehr erwartet. Vieles ist bekannt 7 Jahre therapeutische Gespräche mit Therapeuten, die untereinander nicht kommunizieren (können?). 8 abgesprungene Psychologen. Wahrscheinlich hatten sie gute Gründe. Denn irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass die entlassenen Terroristen das Buch nutzen um ihre Taten nach wie vor beschönigen,als die moralisch "besseren" Morde. Nur mit Einschränkung der Mittel. Vielleicht weil es durch alle politischen Richtungen keine Akzeptanz mehr gibt und die politischen Motive hinterfragt wurden? Selbst Linke nennen sie "nützliche Idioten", die dem System nur genutzt haben. "Keiner hat den Kampf aus individuell bereicherungssüchtigen Motiven geführt" schreibt Dellwo. Mit diesem Mythos haben Wissenschaftler aller Sparten in dem Buch von Jan Ph. Remtsma längst aufgeräumt. Allmachtsphantasien, Größenwahn, narzistische Motive schälen sich immer mehr heraus. Das ist der Punkt vor dem alle Täter Angst habenllwo versucht dagegen zu schreiben. Es wirkt blutleer. Einzig Roland Mayer erkennt, dass dort auch psychische Probleme des Einzelnen vorlagen.
Rollnik schreibt: "die Zeit war noch nicht reif". Sprich: wir sind eigentlich viel klüger gewesen und der Zeit und allen anderen vorraus. Sie vergisst, dass ihre heutigen Erkenntnisse damals Tausende vor ihr hatten. Schön, dass auch sie inzwischen so reif ist. Interessant dagegen Psychologe Lothar Verstappen: " Bis zuletzt wartete ich auf ein Zeichen der Schuld oder Demut."
Die beiden Psychologen, die durchgehalten haben scheinen wenig Erfahrung mit Gewalttätern und den Grenzen von Psychotherapie zu haben. Sie sagen selber, wenn sie ihre Professionalität ihres Berufes nicht abgelegt hätten wären die Gespräche nicht weitergelaufen. Durchhalten allein ist keine Leistung.
216 Seiten "nach dem bewaffneten Kampf" und die Opfer bleiben "Handlungen". Abgespalten.
Das ist das Erschreckende an dem Buch. Besonders wenn man bedenkt, dass viele Morde der RAF nicht aufgeklärt sind und die beteidigten Autoren sich weigern, dazu beizutragen. Rollnik weiß evtl wer den Richter von Drenckmann ermordete, Dellwo weiß wer die Geiseln in Stockholm erschoss, Folkerts wer Schleyer umbrachte. Und sie haben nichts besseres zu tun als über sich zu sprechen. Interessiert das wirklich mehr als die Aufklärung der Morde? Verdienen sie an diesem Buch? Haben die Opfer 7 Jahre kostenlose therapeutische Gespräche erhalten? In Anne Siemens Buch schreiben die Angehörigen der Opfer und fordern Aufklärung. Sehr berechtigt und nachvollziehbar. Und ohne Hass. Dieses Buch-
Ein gut gemeinter Versuch der Therapeuten aber misslungen. Wieso haben sie sich nicht 7 Jahre kostenlos den Opfern zur Verfügung gestellt? Da scheint es andere Zusammenhänge zu geben. 

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Angelika Holderberg, Analytische Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin, arbeitet in Hamburg in eigener Praxis und als Dozentin und Supervisorin am Michael-Balint-Institut sowie an der Universitätsklinik Hamburg. Veröffentlichungen zu den Themen: Weibliche Aggressivität, Umgang mit Trauma. 

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