PORTO-
FREI

Das Reich der Zeichen

(Neue Folge, 77). (Tb)

von Barthes, Roland   (Autor)

Auf einer Reise nach Japan wurde er mit der japanischen Zeichenwelt vertraut und bemerkte, daß diese Zeichen seiner Vorstellung vom Zeichen am nächsten kamen. Das japanische Zeichen ist stark: Es ist in bewundernswerter Weise Regeln unterworfen, angeordnet, dargestellt, niemals naturalisiert oder rationalisiert. Das japanische Zeichen ist leer: Sein Signifikat flieht, es gibt keinen Gott, keine Wahrheit, keine Moral, die diesen Signifikanten zugrunde liegt, die ohne ihr Gegenstück herrschen. Und vor allem sind die höhere Qualität dieses Zeichens, die Anmut seiner Behauptung und der erotische Charme, mit dem es auftritt, überall eingeprägt, auf den belanglosesten Gegenständen und Verhaltensweisen, die wir normalerweise in das Gebiet des Unbedeutenden oder Banalen verweisen.

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Produktbeschreibung

Auf einer Reise nach Japan wurde er mit der japanischen Zeichenwelt vertraut und bemerkte, daß diese Zeichen seiner Vorstellung vom Zeichen am nächsten kamen. Das japanische Zeichen ist stark: Es ist in bewundernswerter Weise Regeln unterworfen, angeordnet, dargestellt, niemals naturalisiert oder rationalisiert. Das japanische Zeichen ist leer: Sein Signifikat flieht, es gibt keinen Gott, keine Wahrheit, keine Moral, die diesen Signifikanten zugrunde liegt, die ohne ihr Gegenstück herrschen. Und vor allem sind die höhere Qualität dieses Zeichens, die Anmut seiner Behauptung und der erotische Charme, mit dem es auftritt, überall eingeprägt, auf den belanglosesten Gegenständen und Verhaltensweisen, die wir normalerweise in das Gebiet des Unbedeutenden oder Banalen verweisen. 

Autoreninfo

Barthes, Roland
Roland Barthes wurde am 12. November 1915 in Cherbourg geboren und starb am 26. März 1980 in Paris an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Er studierte klassische Literatur an der Sorbonne und war danach als Lehrer, Bibliothekar und Lektor in Ungarn, Rumänien und Ägypten tätig. Ab 1960 unterrichtete er an der cole Pratique des Hautes tudes in Paris. 1976 wurde er auf Vorschlag Michel Foucaults ans CollŠge de France auf den eigens geschaffenen Lehrstuhl ¯für literarische Zeichensysteme® berufen. In Essais critiques beschäftigt sich Barthes mit dem avantgardistischen Theater. Prägend für ihn waren unter anderem Brecht, Gide, Marx, de Saussure sowie Jacques Lacan. Zudem war Barthes ein musikbegeisterter Mensch, vor allem als Pianist und Komponist. 

Mehr vom Verlag:

Suhrkamp Verlag AG

Mehr aus der Reihe:

edition suhrkamp

Mehr vom Autor:

Barthes, Roland

Produktdetails

Medium: Buch
Format: Kartoniert
Seiten: 168
Sprache: Deutsch
Erschienen: März 2012
Auflage: Neuauflage
Maße: 177 x 108 mm
Gewicht: 98 g
ISBN-10: 3518110772
ISBN-13: 9783518110775

Bestell-Nr.: 16172 
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Warengruppe: 25270 

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KNO-SAMMLUNG: edition suhrkamp 1077
P_ABB: Zahlr. Abb.
KNOABBVERMERK: 21. Aufl. 2017. 168 S. m. zahlr. Abb. 176 mm
Einband: Kartoniert
Auflage: Neuauflage
Sprache: Deutsch

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