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Blick ins Buch

Venezianisches Finale

Commissario Brunettis erster Fall (Roman)

von Leon, Donna   (Autor)

Der berühmte Dirigent Wellauer wird während der Pause vor dem letzten Akt der Oper La Triviata im Theater La Fenice in seiner Garderobe tot aufgefunden. Bald steht fest, dass sein Espresso mit Zyankali versetzt war.

Buch (Kartoniert)

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Produktbeschreibung

Der berühmte Dirigent Wellauer wird während der Pause vor dem letzten Akt
der Oper La Triviata im Theater La Fenice in seiner Garderobe tot aufgefunden.
Bald steht fest, dass sein Espresso mit Zyankali versetzt war. Commissario
Brunetti stellt bei seinen Recherchen im Umfeld des Dirigenten fest, dass
dieser alles andere als beliebt war und mehrere Personen ein Interesse
daran gehabt haben könnten, den arroganten, autoritären Egozentriker zu
ermorden. Sowohl der Regisseur der Oper wie auch ein Sänger sind nicht
gut auf Wellauer zu sprechen. Zudem scheint er als Moralapostel homosexuelle
Künstler unter Druck gesetzt zu haben, insbesondere die lesbische Sopranistin
Flavia Petrelli und ihre Lebensgefährtin Brett Lynch. Brunettis Ermittlungen
werden zusätzlich erschwert durch die allseits bekannte Nazivergangenheit
des Dirigenten. Lange Zeit schwanken die Überlegungen des Ermittlers zwischen
einer Beziehungstat, politischer Rache oder möglicher Reaktion auf eine
Erpressung. Auch die sehr viel jüngere Ehefrau des Ermordeten erscheint
in ihrer kühlen Zurückhaltung verdächtig. Erst als Brunetti vom behandelnden
Arzt des Maestro erfährt, dass dieser an einer sich rapide verschlechternden
Hörschwäche gelitten habe, deren Ursache unklar sei, ändert er die Richtung
seiner Ermittlungen. Bei seinen Recherchen entdeckt er eine tieftraurige
Geschichte, die unter anderem auch den Selbstmord der ersten Ehefrau und
den Tod einer zwölfjährigen Sopranistin erklären: Wellauer war sexuell
fixiert auf junge Mädchen. Als er die Tochter seiner zweiten Ehefrau vergewaltigen
wollte, schickte sie das Kind zu ihren Eltern. Sie verordnete ihrem Mann
als Ärztin angebliche Vitaminspritzen, die sein Gehör schädigten. Als Wellauer
begriff, dass seine Frau aus Rache seine Karriere vernichten wollte, vergiftete
er sich und versuchte sie als angebliche Täterin zu belasten. In seinem
Abschlussbericht erwähnt Brunetti nichts von dem Ermittelten, um die Ehefrau
Wellauers und ihre Tochter zu schützen. Wie auch in allen folgenden Romanen
von Leon, ist die Stadt Venedig nicht nur Kulisse, sondern spielt eine
wichtige Rolle als überschaubarer Platz, an dem alle über alle alles wissen;
die ergiebigsten Ermittlungen ergeben sich aus kursierenden Gerüchten.
Bei seinen weiteren Fällen wird Brunetti immer mehr in alltägliche politische
Skandale verstrickt; oft genug steht er der Mafia, Geldwäschern, korrupten
Politikern und politischen Erpressern hilflos gegenüber. Je gesellschaftskritischer
Leon in ihren Romanen wird, desto deutlicher kristallisiert sich heraus:
Die eigentlichen Täter, die Drahtzieher im Hintergrund, entgehen stets
ihrer Bestrafung. 

Leseprobe


Der dritte Gong tönte diskret durch die Foyers und Bars des
Teatro La Fenice und rief zum letzten Akt der Oper. Zigaretten
wurden ausgedrückt, Gläser leergetrunken, Gespräche
beendet, und langsam drängte das Publikum zurück ins
Theater. Der zwischen den Akten hellerleuchtete Saal war erfüllt
von gedämpftem Stimmengewirr. Hier blitzte ein Diamant,
dort wurde auf nackter Schulter ein Nerzcape zurechtgerückt,
da ein unsichtbares Stäubchen von einem Satinrevers geschnipst.
Zuerst füllten sich die Ränge, dann das Parkett, zuletzt
die drei Reihen der Logen.


Langsam verlöschen die Lichter, bis es ganz dunkel war im
Saal, und es breitete sich jene erwartungsvolle Spannung aus,
die ein Opernhaus erfüllt, kurz bevor die Vorstellung weitergehen
soll und der Dirigent auf sein Podium zurückkehrt. Das Stimmengesumm
ebbte allmählich ab, die Orchestermusiker rutschten nicht
länger auf ihren Stühlen herum, und die allgemeine Stille
verkündete, daß man bereit war für den dritten
Akt.


Die Stille dehnte sich, wurde schwer. Aus dem ersten Rang hörte
man plötzlich ein Husten, jemand ließ ein Buch oder
eine Handtasche fallen, doch die Tür zum Korridor hinter
dem Orchestergraben blieb zu.

 

Autoreninfo

Donna Leon verließ mit 23 Jahren New Jersey, wo sie 1942 geboren wurde, um in Perugia und Siena weiterzustudieren. Seit 1965 lebt sie ständig im Ausland, arbeitet als Reiseleiterin in Rom, als Werbetexterin in London, an amerikanischen Schulen in der Schweiz, im Iran, in China und Saudi-Arabien. Seit 1981 lebt und arbeitet sie in Venedig. 

Mehr vom Verlag:

Diogenes Verlag AG

Mehr aus der Reihe:

Diogenes Taschenbücher

Mehr vom Autor:

Leon, Donna

Produktdetails

Medium: Buch
Format: Kartoniert
Seiten: 352
Sprache: Deutsch
Erschienen: Mai 1995
Maße: 182 x 115 mm
Gewicht: 271 g
ISBN-10: 3257227809
ISBN-13: 9783257227802

Das sagen Kunden über diesen Artikel:

  Spannende Story witzig erzählt

- von Markus Stauf aus Pohlhausen, 25.07.2006 -

Ich habe jetzt erst dieses Buch gelesen und bin begeistert, wie die durchaus spannende Story mit den eigenwilligen Ermittlungsmethoden Brunettis, der Einzigartigkeit Venedigs und dem typisch Italienischen Lebensstil verbunden wird!Ich denke ich werde mir Brunettis Folgefälle auch antun!! 

  Spannender Krimi und erstaunende Rundgang durch Venedig

- von Andreas Jilly aus Wien, 02.01.2006 -

Die Kriminalgeschichte ist ganz solide jedoch ist sie nichts wirklich Besonderes.Jedoch ist meiner Meinung nach die grandiose Beschreibung von Venedig wofür sich Donna Leo rechtmäßig Lob verdient hat das bemerkenswerteste in diesem Buch. Kann ich allen Italien und Krimili4ebhaber nür wärmstens empfehlen!!! 

Bestell-Nr.: 156024 
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Gattung: Roman
KNO-SAMMLUNG: detebe Diogenes Taschenbücher Nr.22780
KNOABBVERMERK: 57. Aufl. 1995. 352 S. 180 mm
KNOMITARBEITER: Übersetzung: Elwenspoek, Monika
Einband: Kartoniert
Sprache: Deutsch
Beilage(n): ,

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