Sieh mich an
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Sieh mich an (Roman) (Gebunden)

von Krügel, Mareike

  Buch
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Roman  
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Beschreibung zu "Sieh mich an"  (Roman)

Der erste Tag vom Ende des Lebens - emotional, klug, zum Heulen komisch

Man kann ja nicht einfach sterben, wenn die Dinge noch ungeklärt sind. Das denkt Katharina, seit sie vor Kurzem das Etwas in ihrer Brust entdeckt hat. Niemand weiß davon, und das ist auch gut so. Denn an diesem Wochenende soll ein letztes Mal alles wie immer sein. Und so entrollt sich das Chaos eines ganz normalen Freitags vor ihr. Während sie aber einen abgetrennten Daumen versorgt, ihren brennenden Trockner löscht und sich auf den emotional nicht unbedenklichen Besuch eines Studienfreundes vorbereitet, beginnt ihr Vorsatz zu bröckeln, und sie stellt sich große Fragen: Ist alles so geworden, wie sie wollte? Ihre Musik, ihre Kinder, die Ehe mit dem in letzter Zeit viel zu abwesenden Costas? Als der Tag fast zu Ende ist, beschließt sie, endlich ihr Geheimnis mit jemandem zu teilen, den sie liebt. - Die Heldin in Mareike Krügels rasantem, klugem Roman gehört ganz sicher zu den einnehmendsten Frauengestalten in der deutschen Gegenwartsliteratur. 

Medium:  Buch
Seiten:  254
Format:  Gebunden
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  August 2017
Mehr vom Autor
› Krügel, Mareike
Mehr vom Verlag:
› Piper Verlag GmbH
Maße:  211 x 131 mm
Gewicht:  435 g
ISBN-10:  3492058558
ISBN-13:  978-3492058551

Kundenrezensionenmehr Info ›

  Lesenswertes Buch

- von Rezensentin/Rezensent aus München , 25.08.2017 -



Anfang : Dieses Buch ist sehr speziell ,aber auf diese ganz eigene Weise , hat es eine innerliche und tiefgründige Botschaft , nach der der Leser zwar eine Weile suchen muss , doch dann kann dieser einzigartige Roman durch eben diese Besonderheit bestechen . 
Wenn ich dieses Buch beschreiben müsste , dann würde ich sagen , es ist ein Buch über die Menschen und über die Sehnsucht der Welt . 
Doch gerade diese vielschichtige und andersartige Erzählweise und Struktur , gibt dem Buch eine sehr komplexe Sichtweise auf sehr ähnliche und doch unterschiedliche Dinge . Es ist zwar etwas vewirrend , trägt aber später zur Perfektion des Romans bei und gewinnt später auch an einer klareren Struktur. 
Die Charaktere des Buches , sehe ich ein wenig zwiegespalten . 
Auf der einen Seite , beleben sie diesen Roman und lassen ihn an Substanz und bezaubernden Passagen gewinnen . Dennoch wirkten sie für mich nicht ganz so emotional und lebendig ausgearbeitet , wie ich es mir an manchen Stellen gewünscht hätte . Doch trotzdem geben sie diesem Buch eine solche wortgewaltige Kraft und hauchen der Geschichte ganz neues Leben ein , welches ich so vielleicht noch nie lesen durfte . 
Im Mittelpunkt des Romans stehen sicherlich , eben diese vielschichtigen und emotional geprägten Protagonisten . 
Zum einen ist "sieh mich an " eine lebendige und tiefgründige Reise durch ferne und doch so nahe Gefühlswelten und auf der anderen Seite, ist es ein Buch über uns Menschen und das Leben im allgemeinen . 
Der Autorin gelingt es exzellent die einzelnen Passagen vielschichtig und authentisch darzustellen .Jede kleine Eigenart feilt sie mit ihrem leisen und doch gewaltigen Stil heraus und arbeitet die Charaktere zu einer lebendigen Charakterisierung heraus . 
Mit einer faszinierenden und behutsamen Erzählweise , macht die Autorin auf die Probleme aufmerksam und diese nehmen den Leser mehr als mit und lassen ihn auf eine ungewöhnliche Weise nicht mehr los . 
Im ersten Moment könnten die Charaktere und ihre Geschichte blass wirken , aber ich glaube , wenn man sich ein wenig Zeit nimmt und in die Tiefe der Geschichte eindringt , wird man verstehen und feststellen können, wie emotional und tiefgründig dieser Roman wirklich ist . 
Dieser Roman ist für mich eine lebendige und häufig emotional wechselnde Charakterstudie , wie verändern wir uns mit der Zeit und was bewirken Schicksalsschläge im tiefsten Innern unserer Seele ?! 


Fazit : 
Ein sehr besonderer und einzigartiger Roman , bei dessen Bewertung ich mir sehr unschlüssig bin . 
Wer sich auf einen ruhigen und doch sprachgewaltigen Roman einlassen kann , der ausschließlich von den Protagonisten und deren belebtem Leben besteht , der sollte dieses Buch auf jeden Fall ausprobieren und für sich entdecken . 
Für mich ein sehr besonderer Roman , eine literarisch bezaubernde und tiefgründige Reise durch die Welt und die menschliche Psyche . 
Ich vergebe 4 Sterne , für einen außergewöhnlichen Roman , der sicherlich den passenden Leser braucht , um geliebt und verstanden zu werden ! 

  Düstere Stimmung

- von esposa1969 aus Mannheim, 19.08.2017 -

In Mareike Krügers Roman "Sieh mich an" lernen wir die 40-jährige Katharina kennen. Schon die ersten beiden Sätze des Klappentextes ließen mich vermuten, dass es sich um einen Brustkrebsknoten handelt, den sie da in ihrer Brust ertastet hat, obwohl die Krankheit selbst während des Romans nicht beim Namen genannt wird. IN Anbetracht erblicher Vorbelastung und den sicheren Tod erwartend, will sie das Wochenende nochmals unbeschwert verbringen, bevor sie sich Montags untersuchen lässt. Die Handlung des Buches spielt sich genau nur an einem einzigen Tag ab, diesen Freitag vor dem Arztbesuch....


Da ich selbst eine Krebsdiagnose hatte (auch einen gynäkologischen), fand ich es ein wenig unrealistisch, wenn man weiß, dass man erblich vorbelastet ist, sich nicht regelmäßig in Kontrolluntersuchungen zu begeben und sich diesen Knoten dann selbst ertasten muss. Irgendwie war der gesamte Roman für mich ein wenig wischt-waschi.
Auch wurde ich nicht so recht warm mit den Figuren, besonders mit der Protagonistin nicht.


Den Ansatz fand ich ganz gut, Aber man hätte mehr draus machen können. Irgendwie zieht einem der Roman schon ein wenig runter, da die Stimmung schon ziemlich unten ist, da hilft auch das Vorhaben den Tag vor der Untersuchung unbeschwert zu verbringen nicht weiter....


@ esposa1969 

  Eine Mischung aus trauriger Ernsthaftigkeit und Humor

- von Marion aus Erkrath, 07.08.2017 -

Katharina, Ehefrau und Mutter von zwei Kindern, hat eine folgenreiche Entdeckung an ihrem Körper festgestellt: sie hat in der Brust einen Knoten. Mit dem Wissen dass sie ihre Mutter durch Brustkrebs verloren hat geht sie nach außen hin sehr beherrscht damit um. Sie sagte es erst mal niemanden, nimmt sich aber vor am nächsten Montag damit zu einem Arzt zu gehen. Doch bis dahin ist noch viel zu tun. Ihr Mann ist über der Woche Auswärts am Arbeiten und kommt nur am Wochenende nach Hause - und das auch nicht immer wie zum Beispiel an dem nun anstehenden Wochenende aufgrund von beruflichen Verpflichtungen. Ihre Tochter verlangt ihr viel Aufmerksamkeit ab und das liebenswerte Nachbarpärchen ist auch nicht immer ganz einfach. Für Samstagabend hat sich ihr alter Studienfreund und WG-Mitbewohner angekündigt und es gäbe noch so viel im Vorfeld zu erledigen. Doch Katharina kümmert sich erst um die Belange der Kinder und Nachbarn und kommt dabei viel zu kurz. Das Wochenende endet Chaotisch mit viel zu viel Alkohol.

Mareike Krüger hat hier ein reales Thema angeschnitten. Der Roman ist eine gelungene Mischung aus trauriger Ernsthaftigkeit und rührendem Humor. Geschrieben ist es in der Ich-Form, Katharina erzählt die Geschichte aus ihren Empfindungen und aus ihrer Sichtweise der Dinge. Sie hat Angst vor dem Tod und macht sich dabei noch Sorgen was aus ihrer Familie wird wenn sie sterben sollte.
Ein bemerkenswertes und fesselndes Buch über das Leben und den Tod. 

  Überaus gelungen

- von Rezensentin/Rezensent aus Deutschland, 30.07.2017 -

In dieser überaus gelungenen Familiengeschichte stehen die Gedanken der Mutter, die Icherzählerin ist, im Mittelpunkt. Ihr Mann ist aus beruflichen Gründen unter der Woche entfernt in Berlin und kommt immer nur zum Wochenende. Klar, dass das die Beziehung belastet. 

Sie arbeitet als Musikerzieherin im Kindergarten und hat zwei Kinder. Die ca. 11jährige Tochter Helli, die ADHS hat und entsprechend schwierig sein kann und der 17jährige Alex, der ruhig und ausgeglichen wirkt. 
Dann gab es mit Berenike offenbar noch ein drittes Kind, das aber nicht anwesend ist. Das ist ein Geheimnis des Romans. 

Mir gefällt wie realistisch und lebhaft die Figuren wirken. 
Durch die Erzählart kommt man der Hauptfigur ziemlich nahe. Sie ist eigentlich eine normale Mutter mit den typischen Problemen und einem Hang zur Übertreibung, obwohl Hellis ständiges ?überdreht sein? natürlich wirklich Probleme macht. 
Zur Zeit steht die Protagonistin neben sich, da sie denkt, dass sie erkranken wird und hat ihre Eigenarten, zum Beispiel denkt sie viel über die Vergangenheit nach und führt diverse Listen, um sich über ihr Leben klar zu werden. 
Dann taucht mit Kilian ein Jugendfreund auf. 
Aber es widerstrebt mir, mehr über die Handlung zu verraten. Wobei es eigentlich nicht viel Handlung in dem kurzen Roman gibt. Trotzdem wird es nie langweilig. Das Buch strahlt eine eigenständige Atmosphäre aus. Ich halte Mareike Krügel für eine außerordentlich begabte Autorin, bei der es mich nicht wundern wird, wenn sie in Zukunft auf Listen zu deutschen Literaturpreisen auftauchen wird. Vielleicht ja schon mit diesem Buch!   

  Ungewöhnliche Geschichte

- von brauneye29 aus Wachtendonk, 28.07.2017 -

Zum Inhalt:
Man kann ja nicht einfach sterben, wenn die Dinge noch ungeklärt sind. Das denkt Katharina, seit sie vor Kurzem das Etwas in ihrer Brust entdeckt hat. Niemand weiß davon, und das ist auch gut so.
Meine Meinung:
Das Buch ist gut geschrieben, hat mir wirklich Freude bereitet es zu lesen. Der Schreibstil ist sehr gut lesbar, die Protagonisten sind mir eigentlich durchweg sympathisch. Speziell die rebellische Helli ist mir ans Herz gewachsen. An besagtem Freitag bricht um Katharina das blanke Chaos auf, und das, wo sie eigentlich ein letztes normales Wochenende verleben wollte, bevor vielleicht alles anders wird. Der ganze Roman ist mit viel Herz geschrieben, man kann sich sehr gut hinein finden. Für mich gibt es lediglich ein Manko. Ich hätte nämlich gerne gewusst, wie es mit Katharina weitergegangen wäre. So bleibt alles der Fantasie überlassen und vielleicht ist es auch gut so. So kann sich jeder sein eigenes Ende in Gedanken machen.
Fazit:
Ungewöhnliche Geschichte 

  Ein Tag

- von Rezensentin/Rezensent aus Leipzig, 26.07.2017 -

Das Leben einer ganz normalen Familie im hohen Norden, erscheint eigentlich nicht spannend. Aber an diesem einen Tag passiert eine Katastrophe nach der anderen, erst bekommt ihre Tochter Nasenbluten und muss aus der Schule abgeholt werden, dann verliert ihr Nachbar seinen Daumen und die Familie sucht diesen im Garten und zu guter Letzt kommt ihr alter Studienfreund sie besuchen und sie betrügt beinahe ihren Mann mit ihm. Doch diese Katastrophen sind fast immer eine Wirkung des "Etwas", welches sie in ihrer Brust ertastet hat. Ihre Mutter ist an Krebs gestorben und nun spuken die düsteren Gedanken in ihrem Kopf und sie weiß einfach nicht, wie sie es ihrer Familie sagen soll. Eine spannende Geschichte, die nur an einem einzigen Tag spiel und trotzdem ein ganzes Leben erzählt, sehr gelungen!!!  

  Einfach wunderbar

- von inya aus Leipzig, 24.07.2017 -

Kath ist eine ganz normale Ehefrau mit zwei Kindern und einem Ehemann, der unter der Woche in Berlin als Architekt arbeitet. Doch sie trägt ein Geheimnis in sich, sie hat einen Knoten in ihrer Brust ertastet und hat noch nicht den Mut gefunden einen Arzt aufzusuchen. Stattdessen erlebt sie mit ihrer Familie den täglichen Wahnsinn und ein paar Dinge, die darüber hinausgehen. Ein Nachbar verliert seinen Daumen, den sie gemeinsam im Vorgarten suchen und ihre Tochter, bekommt mal wieder einen Ausraster und wird vom Pferd geworfen. Dann kündigt sich noch ihr alter Studienfreund an, den sie seit 20 Jahren nicht mehr gesehen hat. Sie erinnert sich an ihre Kindheit und Jugend und sinniert über vertane Chancen in ihrem Leben. Dieses Buch ist mit viel Witz und Charme geschrieben. Es ist auf keiner Seite langweilig und man galoppiert mit der Protagonisten regelrecht durch ihr Leben und durch diesen einen Tag, der alles verändern wird. Ein wirklich gelungenes Buch, über eine ganz normale Vorstadtfamilie, die dann doch nicht so normal ist.  

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"Das NDR Buch des Monats August.", NDR, 01.08.2017 

Autormehr Info ›

Mareike Krügel, 1977 in Kiel geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut in Leipzig. Sie lebt in Hamburg. Mareike Krügel erhielt zahlreiche Stipendien, u.a. in der Villa Decius in Krakau. 

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