Im Wald
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Im Wald (Gebunden)

von Neuhaus, Nele

  Buch
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Buch   (Gebunden)
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Beschreibung zu "Im Wald"  (Buch)

Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen.
Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes.
Kurz darauf wird eine todkranke alte Frau in einem Hospiz ermordet. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit.
Die Ermittlungen führen Pia und ihn vierzig Jahre in die Vergangenheit, in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand.
Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand - und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an die man besser nicht rührt.
Es bleibt nicht bei zwei Toten. Liegt ein Fluch über dem Dorf?

Nele Neuhaus fängt die trügerische Dorfidylle Rupperthains ein, in der das Ermittlerduo in ihrem achten Fall ermittelt.
Der neue Bücher Bestseller der bekannten Krimi-Autorin schafft durch die Beschreibung von Originalschauplätzen und der Skizzierung des Dorflebens eine dichte Atmosphäre.
Die Verbrechen erschüttern diese Idylle und werden in diesem Buch zu Bodensteins persönlichstem Fall.
Mit dem Taunus-Krimi landet die deutsche Schriftstellerin erneut auf den vorderen Plätzen der Bestsellerlisten. 

Medium:  Buch
Seiten:  560
Format:  Gebunden
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  Oktober 2016
Mehr vom Autor
› Neuhaus, Nele
Mehr aus der Reihe:
› Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein
Mehr vom Verlag:
› Ullstein Verlag GmbH
Maße:  222 x 149 mm
Gewicht:  763 g
ISBN-10:  3550080557
ISBN-13:  978-3550080555

Kundenrezensionenmehr Info ›

  Olivers vorerst letzter Fall

- von Rezensentin/Rezensent aus Giessen, 27.12.2016 -

Das Cover des Buches ist schonmal sehr ansprechend. Und zum Titel absolut passend.

Zum Inhalt: Diesmal haben es Oliver von Bodenstein und Pia Sander mit einem Fall zu tun, der Oliver an seine Grenzen bringt. Bei einem Brand in Ruppertshain kommt Olivers Schulkollege Clemens Herold ums Leben. Auch dessen Mutter wird im Hospiz ermordet, obwohl sie aufgrund ihrer schweren Krankheit nur noch wenige Tage zu Leben hat. Durch diesen Mord wird Oliver in die Vergangenheit zurück gebracht. Vor über 40 Jahren verschwand sein bester Freund und mit ihm Bodensteins treuer zahmer Fuchs Maxi. Oliver ist noch immer von Schuldgefühlen geplagt, da er ausgerechnet am Tag des Verschwindens Arthur nicht nach Hause begleitet hat, wie er es sonst immer tat, um ihn vor den Anfeindungen seiner Schulkameraden zu schützen.
Auch Privat läuft es für Oliver nicht wirklich rund. Nachdem sich seine Ex Frau nur noch auf Reisen befindet, muß er sich jetzt auch noch um seine Jüngste Tochter kümmern, die es ihm nicht immer leicht machst.
Während der Ermittlungen setzt er dann auch noch den Familienfrieden mit seinen Eltern aufs Spiel, denn schon bald wird klar, das der Tod der Herolds mit dem Verschwinden von Maxi und Arthur vor über vierzig Jahren zusammenhängt.


Meine Meinung: Ein wieder mal gelungener Krimi von Nele Neuhaus. Nachdem mit ?Böser Wolf? weniger gefallen hat und zeitweise sehr langatmig war, hat mich ?Im Wald? wieder vom ersten Moment an gefesselt. Diesmal ist das ganze deutlich besser strukturiert, mit weniger Abschweifungen. Auch die Thematik ist wieder einmal sehr gut ausgewählt. Besonders gefallen hat mit, wie gut es Nele Neuhaus gelingt, das Gefühlschaos in Oliver zu verdeutlichen. Er muß gegen seine ?Freunde? ermitteln und merkt, das irgendwie jeder inclusive seiner Eltern wohl mehr wissen als er.
Und Pias Ermittlungsansätze sind wie immer sehr strukturiert und durchdacht. Aus ihrem Privatleben erfährt man diesmal allerdings relativ wenig. Der Fokus liegt in diesem Buch eindeutig bei Oliver, denn es ?wird? sein vorerst letzter Fall sein. Ob dem wirklich so ist, bleibt abzuwarten. Denn so wirklich kann ich mir das K11 ohne Bodenstein noch nicht vorstellen. Pia als Chefin allerdings schon, obwohl es für sie äußerst schwer wird, denn auch ihr wieder Oliver fehlen.
Da bin ich echt gespannt, ob es im nächsten Taunuskrimi ohne Oliver weitergeht. Wäre echt Schade.

Mein Fazit: Wieder mal ein absolut lesenswerter Taunuskrimi, der Lust auf mehr macht.  

  Die Wahrheit kommt immer ans Licht

- von Selda aus Eichwalde, 21.12.2016 -

?Im Wald? ist mein erster Krimi von Nele Neuhaus. Bisher kannte ich nur ihre Romane, die sie unter Nele Löwenberg veröffentlicht hat. Mich hat verblüfft, wie unterschiedlich sie schreiben kann. Dieser Krimi ist so viel kühler als ihre Romane, aber nicht weniger spannend oder dramatisch.
Mir ist aufgefallen, wie gut dieser Roman konstruiert ist: ausgehend von einem Verbrechen rollt Nele Neuhaus eine hochkomplexe Geschichte auf. Ein Geflecht von vielen Personen, verbunden durch Vergangenes, Geheimnisse und Familienbande ist in diesen Fall verwickelt. Jeder scheint etwas zu verbergen und doch bleibt bis zum Schluss unklar, wer der Täter ist. Ich fand es beindruckend, wie elegant die Spannung aufgebaut wird. Jede Szene ist genau so lang, wie sie sein muss, ohne zu viel preiszugeben. Ich hatte nicht eine Sekunde den Impuls vorzublättern, sondern konnte jede Seite voller Genuss lesen.
Ihre Charaktere, die Beschreibungen der Umgebung sind so natürlich und wirken sehr authentisch, das alles könnte sich im Nachbarort abgespielt haben.
Mir hat ?Im Wald? spannende Lesestunden bereitet. 

  Sehr spannende Story

- von Diana Pegasus aus Moers, 19.11.2016 -

Nele Neuhaus ? Im Wald

Vor über 42 Jahren hat sich Oliver von Bodenstein einer Gruppe Kinder angeschlossen, in denen Angst aber auch Gemeinschaft regierten. Als er sich einige Zeit später von der Gruppe loseisen kann und neue Freunde in Artur und Wieland findet, scheint die Welt gut zu sein. Bis Artur und der zahme Fuchs Maxi eines Tages verschwinden...
In der Gegenwart freut sich Oliver auf die baldige Auszeit, die er bei seiner Chefin durchgeboxt hat, da ihm die letzten Fälle viel zu Nahe gegangen sind. Ausgerechnet jetzt wird in der Nähe der Dorfgemeinschaft Ruppertshain ein Campingwagen in Brand gesteckt. Die menschlichen Überreste gehören zu Clemens Herold, dessen Bruder mit Oliver zur Grundschule gegangen ist. Wenig später wird eine todkranke Frau ermordet, die ebenfalls zur Familie des Schulkameraden gehört. Bei den Ermittlungen stößt Oliver immer wieder auf alte ?Freunde? aus der Schulzeit, sodass er schon bald den Fall abgeben soll.
Doch Oliver will wissen, ob die heutigen Fälle etwas mit dem Verschwinden seines besten Freundes zu tun haben, denn alles weist darauf hin, das Artur ermordet wurde.

Ich bedanke mich herzlich für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars über das ich mich sehr gefreut habe. Dies hat jedoch keinen Einfluss, auf meine ehrliche Meinung.

?Im Wald? ist bereits der achte Roman um die K11-Beamten Oliver von Bodenstein und Pia Sander, ehemals Kirchhoff.
Wie seine Vorgänger auch ist der Roman wieder flüssig, komplex, beklemmend, spannend, temporeich, packend und fesselnd geschrieben und hat mich von Anfang an gefangen genommen. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie die anfänglich lose wirkenden Anfänge am Ende zusammen führen und zu einem Highlight der Kriminalgeschichte werden.
Der Spannungsbogen wurde im gesamten Buch auf sehr hohem Niveau aufrecht erhalten, eine temporeiche Erzählung führte dazu, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen wollte.
Die Handlungsorte sind sehr sehr detailreich beschrieben, sodass ich zu jeder Zeit eine genaue Vorstellung von den Orten hatte, was mich noch besser in die Geschichte hinein finden lies. Manchmal hätte ich mir etwas weniger Ortsbeschreibungen gewünscht, dennoch fügen sie sich sehr gut in die Geschichte ein.
Ich konnte mich wieder sehr gut in die Gefühlswelt der verschiedenen Charaktere hinein versetzen, die wieder gut aufeinander abgestimmt waren. Die alten Figuren wurden weiter ausgearbeitet, die neuen waren interessant und facettenreich.
Pia Sander war mir wieder sympathisch, mit ihr hab ich ja im Laufe der vielen Bände schon so ein paar Schwierigkeiten gehabt. Auch hier ist sie wieder tough, temperamentvoll, und ihre Ecken und Kanten sind liebenswert. Sie ist halt ein tiefgründiger Charakter, mit vielen Seiten, die sie mal mehr und mal weniger sympathisch erscheinen lässt, aber dennoch mag ich ihre Figur recht gern.
Oliver von Bodenstein mochte ich vom ersten Band an, auch wenn dies sein persönlichster Fall ist, ist er durchgehend kompetent und ich hoffe, dass er uns auch in den nächsten Bänden erhalten bleiben wird, denn die Reihe kann ich mir ohne ihn einfach nicht vorstellen. Er hat es nicht leicht, seine kleine Tochter ist ein kleiner Satansbraten, und er geht mit viel Herzblut an seine Fälle. Als er dann auch noch feststellen muss, das eine alte Freundin ihn seit Jahren belogen hat, scheint eine Welt für ihn zusammen zu brechen.
Auch der neue Kollege Tariq war mir auf Anhieb sympathisch, mit seinem fotografischen Gedächtnis und seiner Art hat er meine Neugier auf seine Figur geweckt.

Aber alle Charaktere sind detailreich beschrieben, glaubhaft dargestellt, facettenreich und es machte mir beim Lesen Spaß, mit ihnen Zeit in ihrer Welt zu verbringen.

Die Handlung war abwechslungsreich, spannend, atmosphärisch, es gab viele Überraschungen und Wendungen, die Auflösung war eine Überraschung. Allerdings muss ich hier auch einen kleinen Kritikpunkt anmerken:
Dadurch das so viele Charaktere in dem Buch beleuchtet wird, könnte man leicht den Überblick verlieren. In dieser Dorfgemeinschaft scheint jeder mit jedem irgendwie verwandt zu sein. Daher ist es schön, dass es gleich am Anfang eine Namensliste gibt, um die Figuren und deren Beziehungen zueinander zuzuordnen zu können. Das gleicht die Unübersichtlichkeit wieder aus.

Dieses Buch war großartig, mitreißend und bereitete mit schöne, spannende Lesestunden.

Die Zeit- und Perspektivwechsel machten das Buch noch spannender und schon nach kurzer Zeit konnte ich mich in die Geschichte fallen lassen.

Da ich schon einige Bücher von Nele Neuhaus kenne, freue ich mich schon auf das nächste Werk von ihr, hoffentlich mit der alten Stammbesetzung.

Das Cover ist dezent, in blau und schwarz gehalten, ein Fuchs in einem Wald, spiegelt den Inhalt der Story wieder und ist ein absoluter Blickfang. Die Farben geben dem Cover einen besonderen Charme mit düsteren Touch.
Hervorheben möchte ich neben der Charakter-Liste auch noch die Karten im Innenteil des Buches, damit man eine Vorstellung von der Lage der Dörfer, dem Wald etc bekommt.

Fazit: Sehr spannende Story über eine Dorfgemeinschaft, mehrere Morde, Freundschaft, Zusammenhalt und einen zahmen Fuchs, die bis weit in die Vergangenheit reicht.

Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 5 Sterne. 

  Schlangengrube

- von Rezensentin/Rezensent aus Wangen, 18.11.2016 -

Im Wald....da ist es finster. Und finster geht es in diesem neuen Fall von Oliver von Bodenstein und seiner Kollegin Pia, inzwischen verheiratete Sander, auch zu.
Auf einem Campingplatz im Wald geht ein Wohnwagen in Flammen auf und offensichtlich hat jemand mit Gasflaschen nachgeholfen. Bodenstein und Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch dann wird eine Leiche aus den Trümmern geborgen und so wird eine Mordermittlung daraus. Kurz darauf wird eine todkranke Frau im Hospiz ermordet und wenig später wird der Pfarrer, der der alten Frau noch die Beichte abgenommen hat, tot aufgefunden. Für Oliver von Bodenstein sind alle Opfer alte Bekannte, die er schon aus Kindheitstagen kennt. Allmählich kristallisiert sich heraus, dass die Fälle mit einem Ereignis des Jahres 1972 zusammenhängen. Damals verschwand der elfjährige Artur, Bodensteins bester Freund.
Für Bodenstein wird dies ein sehr schwerer, da sehr persönlicher Fall. Er muss alte Freunde und Bekannte ins Visier nehmen. Nach und nach kommen gut verborgene Geheimnisse ans Licht, Abgründe an Verlogenheit und Verstellung tun sich auf. Fast jeder Einwohner von Ruppertshain scheint in irgendeiner Form in die Ereignisse involviert zu sein.
So wird der Leser auch immer wieder auf eine falsche Fährte gelockt. Immer dann, wenn man glaubt, der Lösung nahe zu sein, offenbaren sich weitere Geheimnisse und Verwicklungen. Bodenstein muss erkennen, dass er sich in so manch altem Freund getäuscht hat, trotz seiner professionellen Erfahrung. Und so fällt ihm am Ende der Abschied von Ruppertshain und wohl auch von seinem Job nicht schwer, da er ein Sabbatjahr antritt.
Die Handlung wird schnell vorangetrieben, ein Ereignis jagt das nächste und es bleibt hoch spannend bis zum Schluss. Einzig die große Anzahl an Beteiligten, die verwandt, verschwägert oder sonstwie verbandelt sind oder mal waren, machen es stellenweise schwierig, den Überblick zu behalten ? trotz angefügtem Personenverzeichnis. 

  Im Wald

- von Gelinde aus Neresh., 16.11.2016 -

Im Wald, von Nele Neuhaus

Cover:
Passend zum Buch, eine diffuse Szene in einem Wald. Mit einem Fuchs, der in der Vergangenheit eine wichtige Rolle spielt.

Inhalt:
Mitten in der Nacht geht ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Schnell wird klar, dies war ein Mord.
Als kurz darauf eine alte Frau im Hospiz erdrosselt wird (obwohl sie nur noch ein paar Tage zu leben hat) wird Kommissar Oliver von Bodenstein schnell klar, dass diese Verbrechen in die Vergangenheit führen. Die Ermittlungen führen Pia Sander und ihn in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwunden ist.
Und es bleibt nicht bei den beiden Toten.
Das Misstrauen im Ort wird immer größer, denn bald ist allen klar, es ist einer aus unserer Mitte!
Werden die Bewohner ihr Schweigen brechen?

Meine Meinung:
Eine unglaubliche Geschichte .
Die Autorin versteht es meisterhaft die verschiedenen Situationen darzustellen, vom ersten Schweigen, zum entsetzten Erkennen, die Verstrickungen der Schuldgefühle und die draus resultierenden falschen Schlussfolgerungen und Handlungen.
Gekonnt werden falsche Fährten gelegt und nicht nur einmal denke ich mir als Leser, ?ah ja, jetzt kristallisiert sich der Mörder heraus? um dann wieder zu erkennen, nein das ist doch wieder eine Sackgasse.
Dabei ist die Handlung atemberaubend, rasant und wunderbar emotional, das ein oder andere mal stellen sich die Nackenhaare auf. Vor allem, als wir so nach und nach die Abgründe erfassen, die in den einzelnen Familien oder der sogenannten ?Dorfgemeinschaft? herrschen.
Einzig der Einstieg ist nicht ganz so leicht, sind es doch sehr viele Personen die agieren, und trotz Personenregister am Anfang (das ich immer wieder aufgesucht habe), ist es nicht leicht den Überblick zu behalten.
Das Ermittlerduo ist perfekt aufeinander abgestimmt und die menschliche Seite kommt nicht zu kurz, überdeckt die Kimihandlung aber auch nicht ? einfach perfekt.
Auch wenn dies der 8.Band aus einer Reihe ist, kann man ihn super ohne Vorkenntnisse lesen. Für mich war es auch der erste Fall aus dieser Reihe (aber bestimmt nicht der letzte).

Autorin:
Nele Neuhaus, schreibt praktisch seit ihrer Kindheit.
2010 gelang ihr der große Durchbruch, seitdem gehört sie zu den erfolgreichsten Krimi Autorinnen Deutschlands. Außerdem schreibt die passionierte Reiterin Pferde- und Jugendbücher unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg.

Mein Fazit:
Ein überaus spannend und atemberaubender Krimi. Es bleibt nicht bei zwei Leichen und der Mörder ist sehr kaltblütig und für ihn scheint ein Menschenleben nicht zu zählen. Mit überraschenden Wendungen und starken Protagonisten.
Von mir 5 Sterne. 

  Detailverliebt

- von heinoko aus Bad Krozingen, 11.11.2016 -

So liebe ich es: Vom ersten Satz an in die Geschichte hineingerissen zu werden und bis zum Ende dem Buch nicht mehr entkommen zu können.
Das geheimnisvolle Cover verspricht nicht zuviel. Mehrere Handlungsstränge in der Gegenwart und in der Vergangenheit bleiben in ihren vermeintlichen Zusammenhängen erst einmal sehr unklar. Ein Wohnwagen explodiert, ein Mensch verbrennt, eine alte Frau wird ermordet, der alte Dorfpfarrer wird erhängt aufgefunden und das sympathische Ermittlerteam Oliver von Bodenstein und Pia Sander irrt von Tatort zu Tatort, von Zeugenbefragung zu Zeugenbefragung, begegnet dabei vielen Dorfbewohnern, die nur eines gemeinsam haben: das Schweigen.
Nele Neuhaus schreibt einfach gut: Sehr lebendig, die Menschen sind glaubhafte Persönlichkeiten, die viele wörtliche Rede passt zu den Charakteren. Man muss sich zwar erst einmal an die etwas weitschweifige, detailverliebte Erzählweise gewöhnen, aber gerade diese Schreibweise lässt unablässig Bilder im Kopf entstehen, lässt viel Raum für eigene Spekulationen und nimmt dadurch den Leser, wenn er sich darauf einlässt, noch viel mehr gefangen als die reine Handlung.  

  Im Wald

- von Gelinde aus Neresh., 10.11.2016 -

Im Wald, von Nele Neuhaus

Cover:
Passend zum Buch, eine diffuse Szene in einem Wald. Mit einem Fuchs, der in der Vergangenheit eine wichtige Rolle spielt.

Inhalt:
Mitten in der Nacht geht ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Schnell wird klar, dies war ein Mord.
Als kurz darauf eine alte Frau im Hospiz erdrosselt wird (obwohl sie nur noch ein paar Tage zu leben hat) wird Kommissar Oliver von Bodenstein schnell klar, dass diese Verbrechen in die Vergangenheit führen. Die Ermittlungen führen Pia Sander und ihn in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwunden ist.
Und es bleibt nicht bei den beiden Toten.
Das Misstrauen im Ort wird immer größer, denn bald ist allen klar, es ist einer aus unserer Mitte!
Werden die Bewohner ihr Schweigen brechen?

Meine Meinung:
Eine unglaubliche Geschichte .
Die Autorin versteht es meisterhaft die verschiedenen Situationen darzustellen, vom ersten Schweigen, zum entsetzten Erkennen, die Verstrickungen der Schuldgefühle und die draus resultierenden falschen Schlussfolgerungen und Handlungen.
Gekonnt werden falsche Fährten gelegt und nicht nur einmal denke ich mir als Leser, ?ah ja, jetzt kristallisiert sich der Mörder heraus? um dann wieder zu erkennen, nein das ist doch wieder eine Sackgasse.
Dabei ist die Handlung atemberaubend, rasant und wunderbar emotional, das ein oder andere mal stellen sich die Nackenhaare auf. Vor allem, als wir so nach und nach die Abgründe erfassen, die in den einzelnen Familien oder der sogenannten ?Dorfgemeinschaft? herrschen.
Einzig der Einstieg ist nicht ganz so leicht, sind es doch sehr viele Personen die agieren, und trotz Personenregister am Anfang (das ich immer wieder aufgesucht habe), ist es nicht leicht den Überblick zu behalten.
Das Ermittlerduo ist perfekt aufeinander abgestimmt und die menschliche Seite kommt nicht zu kurz, überdeckt die Kimihandlung aber auch nicht ? einfach perfekt.
Auch wenn dies der 8.Band aus einer Reihe ist, kann man ihn super ohne Vorkenntnisse lesen. Für mich war es auch der erste Fall aus dieser Reihe (aber bestimmt nicht der letzte).

Autorin:
Nele Neuhaus, schreibt praktisch seit ihrer Kindheit.
2010 gelang ihr der große Durchbruch, seitdem gehört sie zu den erfolgreichsten Krimi Autorinnen Deutschlands. Außerdem schreibt die passionierte Reiterin Pferde- und Jugendbücher unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg.

Mein Fazit:
Ein überaus spannend und atemberaubender Krimi. Es bleibt nicht bei zwei Leichen und der Mörder ist sehr kaltblütig und für ihn scheint ein Menschenleben nicht zu zählen. Mit überraschenden Wendungen und starken Protagonisten.
Von mir 5 Sterne. 

  Es ist Bodensteins persönlichster Fall.

- von Inge Weis aus 66953 Pirmasens, 05.11.2016 -

Morde mit Spur in die Vergangenheit. Nele Neuhaus lässt das Taunus-Team wieder ermitteln. Die Autorin hat in ihren Taunuskrimis den Ermittlern Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff schon einige knifflige Fälle aufgegeben. Im neuen Roman "Im Wald" sind die Polizisten persönlich betroffen. Mitten in der Nacht, auf einem Campingplatz im Wald nördlich von Frankfurt geht ein Wohnwagen in Flammen auf, dann explodiert er. An sich kein wichtiger Vorgang für Kriminalhauptkommissar Oliver von Bodenstein, aber er hat nun einmal Nachtbereitschaft und muss den Einsatz der Feuerwehr routinegemäß begleiten. Hellhörig wird er, als eine Ohrenzeugin aufgeregt erzählt, dass sie direkt nach der Explosion einen Mann gesehen habe. Außerdem habe sie einen Wagen wegfahren gehört. Dass es sich um ein Verbrechen handelt, wird sehr bald klar. In den verbrannten Resten des Wohnwagens finden die Feuerwehrleute eine fast vollständig verkohlte Leiche. Also vermutlich doch ein Kriminalfall, zumal der Wohnwagen eigentlich leer stand. Erst einmal gilt es herauszufinden, wer der Tote ist und hierbei wird Bodenstein bewusst, dass es ein ganz besonderer Fall für ihn werden dürfte. Der Wohnwagen gehörte nähmlich einer Frau aus seinem Heimatort, die er schon sein ganzes Leben lang kennt und mit deren Sohn er einst zur Schule ging. Als er seinen ehemaligen Schulkameraden nach vielen Jahren wieder trifft um ihn zu befragen, kommen viele böse Erinnerungen wieder an die Oberfläche und zeigen ihm, wie nahe ihm dieser Fall geht. Dabei steckt Bodenstein ohnehin in einer Krise. Der sonst so kühl und besonnen agierende Hauptkommissar fühlt sich ausgebrannt und steht kurz vor einer längeren Auszeit. Dieser eine Fall noch, dann könnte er die Leitung des Kommissariats abgeben, am besten an seine Kollegin Pia Kirchhoff. Aber erst einmal muss der geheimnisvolle Tote vom Campingplatz identifiziert werden. Bevor das jedoch geschieht, spitzen sich die Ereignisse weiter zu. Zwei alte Menschen sterben und erst bei genauen, normalerweise nicht üblichen Untersuchungen stellt sich heraus, dass sie ermordet wurden. Nele Neuhaus verknüpft ihre Beschreibungen der Polizeiarbeit sehr geschickt mit den persönlichen Problemen Bodensteins. Diese werden immer größer je weiter die Ermittlungen voranschreiten, denn die drei Toten standen in einer Verbindung zueinander, die weit in die Vergangenheit reicht und vor allem auch in Bodensteins. Die Morde des Jahres 2014 stehen offenbar in Beziehung zu Ereignissen in Bodensteins Heimatdorf im Jahr 1972. Damals verschwand der beste Freund des heutigen Kommissars spurlos und Bodenstein gibt sich seit damals eine Mitschuld. Bodenstein ermittelt engagiert, aber er zweifelt immer mehr an seiner eigenen Unbefangenheit. So wird er vom Chefermittler zum Berater und kann sich aus den Intrigen und Machenschaften heraushalten, die die Ermittlungen bisweilen erheblich behindern, zumal der Fall immer komplizierter wird. Ein Unbekannter stirbt im Feuer. Eine alte Frau wird ermordet. Ein Dorf schweigt. Wie schon in ihren früheren Krimis um Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff, die jetzt Sander heißt, gelingt der Autorin auch in diesem Roman die Balance zwischen Kriminalroman und Psychodrama. Hinzu kommen ein sehr flüssiger Erzählstil und eine sehr detailiert stimmungsoll beschriebene Szenerie, die man auch an dem mystischen Buchcover feststellen kann und die die Figuren und ihre Taten realistisch und glaubhaft machen. Dicht und spannend erzählt - eine außergewöhnliche Geschichte um einige außergewöhnliche Menschen. Auch dieser Fall des Duos Sander (Kirchhoff)/von Bodenstein ist wieder mehr als gelungen!!!
 

  Wurzel des Schweigens

- von Tintenherz aus Kronshagen, 31.10.2016 -

Inhalt:

Der Feuerteufel geht seit längerer Zeit zwischen Main und Taunus um. Ein Wohnwagen im Wald geht in Flammen auf und ein Mensch kommt darin um.
Oliver von Bodenstein, Polizist, ermittelt mit Pia Sander und dem restlichen Team in seiner Heimat und muss bei der Ermittlung tief in seiner Vergangenheit graben, um den Täter ausfindig zu machen.

Meine Meinung zu dem Buch:

Das Cover ist eindrucksvoll und absolut passend mit dem im Vordergrund befindlichen Fuchs im Wald für diesen Krimi gestaltet.
Der Schreibstil ist leicht verständlich und angenehm flüssig zu lesen.
Das anfangs beigefügte Kartenmaterial und das Personenregister erleichtern den Einstieg in die Geschichte.
Das malerische und beschauliche Dorf Ruppertshain steht Kopf. Oliver von Bodenstein kennt jeden im Ort, wo sich Gerüchte, Geheimnisse und natürlich jede Menge Klatsch die Hand geben.
Teilchen für Teilchen setzen die allesamt sympathischen Polizisten in einer interessanten Ermittlung zusammen, die gut nachvollziehbar und spannend erzählt wird, um das Geflecht von Vermutungen und Geheimnissen zu entwirren. Es geht um seelische Krankheiten, Bedrohungen, die die Vergangenheit vieler Menschen aus Ruppertshain betreffen. Ein fast vergessener Fall muss neu aufgerollt werden.
Manch hübsche Fassade bröckelt und es kommt viel Unheil ans Tageslicht.
Der Krimi besticht durch seine ruhige und fast unblutige Art und Weise und durch eine überaus spannende Erzählung, die den Leser an die Geschichte fesselt.

Fazit:

Ein packender Krimi, der in die Tiefe der menschlichen Psyche geht. 

  Ein Highlight unter den bisherigen Krimis der Reihe

- von Rezensentin/Rezensent aus Duisburg, 30.10.2016 -

Inhalt:

Im Wald von Ruppertshain geht ein Wohnwagen in Flammen auf , in den Trümmern wird eine Leiche gefunden . Was zuerst nach einer Brandstiftung aussieht, entpuppt sich schon bald als Mord .Pia Sander ( ehemals Kirchhoff) und Oliver von Bodenstein nehmen zusammen mit ihrem Team die Ermittlungen auf. Als kurz darauf eine alte Frau in einem Sterbehospiz ermordet wird, gibt es erste Hinweise auf einen ungeklärten Fall, der sich vor 42 Jahren ereignet hat. Zu dem Zeitpunkt verschwand der 10jährige Artur spurlos, Olivers bester Freund aus Kindertagen .
Da er persönlich in die Geschichte involviert ist, wird Pia die Leitung der Ermittlungen übertragen. Außerdem wird sie als Nachfolgerin von Oliver von Bodenstein gehandelt, da dieser sich eine einjährige Auszeit vom Beruf nehmen will.
Schon bald ist allen klar, dass der Schlüssel zur Lösung der Fälle in der Vergangenheit liegt und so beginnen sie Stück für Stück die damaligen Geschehnisse aufzuarbeiten.
Hierbei stoßen Sie bei den Dorfbewohnern auf eine Mauer des Schweigens. Außerdem arbeitet die Zeit gegen sie, da der Mörder seine Mission noch nicht beendet hat.


Meine Meinung:

Wie bei allen vorhergehenden Büchern, herrscht auch hier von Anfang an, eine große Spannung. Die einzelnen Personen werden sehr genau beschrieben (Kopfkino von Anfang an), die Polizeiarbeit mit erfolgen und Misserfolgen nimmt einen breiten Raum ein.
Geschickt versteht es die Autorin wieder einige falsche Fährten zu legen, um den Leser aufs Glatteis zu führen. Der Spannungsbogen war fortwährend gleich hoch.
Zum Schluss werden die Geschehnisse Stück für Stück aufgelöst, sodass keine offenen Fragen bleiben.
Das Privatleben der Ermittler bleibt dabei etwas auf der Strecke, obwohl sich gerade im privaten Bereich einige Änderungen andeuten.
Ich hoffe sehr, dass Oliver von Bodenstein sein Sabbatjahr nutzt, um neue Energie zu tanken und beim nächsten Fall wieder am Start ist.
Ich gebe eine absolute Leseempfehlung und volle fünf Sterne.  

  Leider nur teilweise überzeugend - der Schluss hat es gerett

- von SteffiKa aus G-H-, 25.10.2016 -

Inhalt (übernommen)

Mitten in der Nacht geht im Wald bei Ruppertshain ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Oliver von Bodenstein und Pia Sander vom K11 in Hofheim ermitteln zunächst wegen Brandstiftung, doch bald auch wegen Mordes. Kurz darauf wird eine todkranke Frau in einem Hospiz erdrosselt. Bodenstein ist erschüttert, er kannte die Frau seit seiner Kindheit. Die Ermittlungen führen Pia un ihn in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwand. Ein Kindheitstrauma, das er nie überwand - und für viele Ruppertshainer eine alte Geschichte, an der man besser nicht rührt.

Charaktere

Vorab möchte ich sagen, dass ich nicht alles Bände von Nele Neuhaus´ Taunuskirmis gelesen habe. Somit kann ich leider nicht viel zur Entwicklung der beiden Hauptcharaktere Pia und Oliver sagen.
Aber ich hab die beiden wieder sofort ins Herz geschlossen. Pia scheint reifer geworden zu sein und wieder etwas von ihrer Selbstsicherheit zurück gewonnen zu haben. Oliver hat auf mich einen müden Eindruck gemacht. Ich konnte spüren, wie er sich fühlt: Am Ende seiner Kräfte. Deshalb scheint dies auch vorerst sein letzter Fall zu sein.

Schreibstil

Anfangs hatte ich Probleme ins Buch und die manchmal verzwickten Verwandschaftsverhältnisse der restlichen Charakter zu finden. Zum Glück befand sich ein Personenverzeichnis im Buch, in dem ich sehr oft nachschlagen musste. Interessant fand ich auch die Karten, anhand derer man sich die verschiedenen Fund- und Wohnorte der Leichen und Verdächtigen super nachvollziehen konnte. Man war als Leser mittendrin, statt nur dabei.
Ich hatte das Buch zwar innerhalb von zwei Tagen durch, doch muss ich leider sagen, dass mir die Ermittlungsarbeiten zu zäh und zu langwierig von statten gingen. Darunter hat für mich die Spannung gelitten. Ich wollte zwar wissen, wie es weitergeht, hatte aber keine Probleme, das Buch dennoch zur Seite zu legen.
Einzig und allein die Auflösung am Schluss hat es für mich wieder rausgerissen: Überzeugend, überraschend und emotional.

Fazit

Ein trotz der Längen und zähen Ermittlungen überzeugender Kriminalroman - der Schluss hat es aber ausgemacht. 

  Im Wald

- von Gelinde aus Neresh., 17.10.2016 -

Im Wald, von Nele Neuhaus

Cover:
Passend zum Buch, eine diffuse Szene in einem Wald. Mit einem Fuchs, der in der Vergangenheit eine wichtige Rolle spielt.

Inhalt:
Mitten in der Nacht geht ein Wohnwagen in Flammen auf. Aus den Trümmern wird eine Leiche geborgen. Schnell wird klar, dies war ein Mord.
Als kurz darauf eine alte Frau im Hospiz erdrosselt wird (obwohl sie nur noch ein paar Tage zu leben hat) wird Kommissar Oliver von Bodenstein schnell klar, dass diese Verbrechen in die Vergangenheit führen. Die Ermittlungen führen Pia Sander und ihn in den Sommer 1972, als Bodensteins bester Freund Artur spurlos verschwunden ist.
Und es bleibt nicht bei den beiden Toten.
Das Misstrauen im Ort wird immer größer, denn bald ist allen klar, es ist einer aus unserer Mitte!
Werden die Bewohner ihr Schweigen brechen?

Meine Meinung:
Eine unglaubliche Geschichte .
Die Autorin versteht es meisterhaft die verschiedenen Situationen darzustellen, vom ersten Schweigen, zum entsetzten Erkennen, die Verstrickungen der Schuldgefühle und die draus resultierenden falschen Schlussfolgerungen und Handlungen.
Gekonnt werden falsche Fährten gelegt und nicht nur einmal denke ich mir als Leser, ?ah ja, jetzt kristallisiert sich der Mörder heraus? um dann wieder zu erkennen, nein das ist doch wieder eine Sackgasse.
Dabei ist die Handlung atemberaubend, rasant und wunderbar emotional, das ein oder andere mal stellen sich die Nackenhaare auf. Vor allem, als wir so nach und nach die Abgründe erfassen, die in den einzelnen Familien oder der sogenannten ?Dorfgemeinschaft? herrschen.

Einzig der Einstieg ist nicht ganz so leicht, sind es doch sehr viele Personen die agieren, und trotz Personenregister am Anfang (das ich immer wieder aufgesucht habe), ist es nicht leicht den Überblick zu behalten.

Das Ermittlerduo ist perfekt aufeinander abgestimmt und die menschliche Seite kommt nicht zu kurz, überdeckt die Kimihandlung aber auch nicht ? einfach perfekt.

Auch wenn dies der 8.Band aus einer Reihe ist, kann man ihn super ohne Vorkenntnisse lesen. Für mich war es auch der erste Fall aus dieser Reihe (aber bestimmt nicht der letzte).

Autorin:
Nele Neuhaus, schreibt praktisch seit ihrer Kindheit.
2010 gelang ihr der große Durchbruch, seitdem gehört sie zu den erfolgreichsten Krimi Autorinnen Deutschlands. Außerdem schreibt die passionierte Reiterin Pferde- und Jugendbücher unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg.

Mein Fazit:
Ein überaus spannend und atemberaubender Krimi. Es bleibt nicht bei zwei Leichen und der Mörder ist sehr kaltblütig und für ihn scheint ein Menschenleben nicht zu zählen. Mit überraschenden Wendungen und starken Protagonisten.
Von mir 5 Sterne. 

  die Vergangenheit ist nicht vergessen

- von Marita Robker-Rahe aus Belm, 16.10.2016 -

Der neue Fall von Pia Sander und Oliver Bodenstein " Im Wald " ist vorerst der letzten Fall für Oliver Bodenstein und ich hoffe inständig, dass er wieder einsteigt, denn auch dieses Buch ist einfach wieder klasse.
Ein Fall, der Oliver Bodenstein sehr trifft, da er persönlich betroffen ist.

Pia und Oliver Bodenstein bekommen es hier mit einem sehr verzwickten und schwer zu lösenden Fall zu tun, der alle an seine Grenzen bringt, vor allem aber Oliver Bodenstein. Im Wald bei Ruppershain wird eine verkohlte Leiche in einem abgefackelten Wohnwagen entdeckt und es bleibt nicht bei diesem einen Toten.Kurz darauf wird eine schon dem Tod geweihte Frau in einem Hospiz erdrosselt. Was treibt diesen Mörder um, dass er sogar eine schon fast tote Frau ermordet. Wusste sie von einem Geheimnis, das unter keinen Umständen ans Tageslicht kommen durfte ?
Oliver Bodenstein und Pia Sander versuchen dem Motiv des Mörders auf die Spur zu kommen und werden dadurch mit einem Fall aus den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts konfrontiert, der Bodenstein persönlich betrifft. Doch die Einwohner von Ruppershein schweigen wie ein Grab und so wird es für das K 11 aus Hofheim ein Fall , der durch immer neue Wendungen dafür sorgt, dass das Team an seine Grenze kommt und der Mörder erst in der letzten Minute erkannt wird.

Wie bei Nele Neuhaus bekannt, präsentiert die Autorin auch hier wieder ein gut konstruierten Kriminalfall, der in ihrem nahen Umfeld spielt, denn die Autorin lebt im Taunus und kennt diese Wälder durch Sparziergänge mit ihren Hunden und Ausritten mit ihrem Pferdr Plot wartet schon mit einer großen Spannung auf, als ein Wohnwagen mitten im Wald explodiert und nach den Löscharbeiten ein Toter geborgen wird. Sehr spannend , aber auch atmophärisch wird dieser Fall beschrieben. Wieder ist eine eingeschworene Dorfgemeinschaft , die ein Mauer des Schweigens bildet, eine Schwierigkeit, auf die die Ermitler stoßen. Dieses Mal hat der Fall aber einen sehr persönlichen Anstrich, da eine Begebenheit aus Bodensteins Kindheit eine Rolle spielt. Diese persönliche Begebenheit macht auch die Spannung dieser Geschichte mit aus , denn Bodenstein wird hier als jemand beschrieben, der nicht der sachliche Ermittler ist, sondern er zeigt Nerven, weil er persönlich betroffen ist. Auch Pia, die später die Leitung dieses Falles übernimmt, muss sich beweisen,. denn sie steht unter enormem Druck , nicht nur , weil sie keine eindeutigen Beweise vorlegen kann, sondern weil sie sich mit der Tatsache auseinandersetzen muss, dass dies der vorerst letzten Fall ist, den sie mit ihrem Chef löst. Oliver Bodenstein hat um ein Jahr Auszeit gebeten und keiner weiß, ob er wiederkommt.

Der Leser hat hier schon ein bisschen was zu tun, um sich alle Namen der Dörfler zu merken und dies sind nicht wenige. Trotzdem ist es der Autorin wieder gut gelungen ihre Figuren gut zu zeichen, ohne dem Leser einen Hinweis auf den Täter zu geben. Man tappt schon ganz schön im Dubnkeln und muss wirklich fast bis zur letzten Minuten warten, um die Auflösung zu lesen.

Leider ist dieses Buch trotz seiner 552 Seiten wieder viel zu schnell durchgelesen und es heißt jetzt wieder warten auf den nächsten Fall und diesmal ohne Bodenstein.  

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