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Kurzbeschreibung:
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»Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins«
Detailinformation zu: »Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins«
Medium: Buch - 304 Seiten,
Originaltitel: L'INSOUTENABLE LÉGÈRETÉ DE L'ÊTRE
Erschienen: o.J. - N.-A.
Sprache(n): Deutsch
Maße: 126 x 200 mm
Gewicht: 444 g
ISBN-10: 3446141057
ISBN-13: 978-3446141056
Autor(en): Kundera, Milan
Verlag: Hanser, Carl GmbH + Co.
Zusammenfassung:
Das zentrale Datum ist 1968, der Einmarsch der sowjetischen Truppen in der Tschechoslowakei: Danach hat sich nicht nur das politische Klima verändert, sondern die Menschen selber sind heimatlos geworden, ohne inneren Ort. Wer keine Heimat hat, geht ins Exil. Aber auch das Exil, die Hoffnung der Welt und der persönlichen Perspektiven, bringt für Thomas und Teresa, eines der glaubhaftesten Liebespaare der modernen Literatur, nicht die ersehnte Freiheit, sich ohne äußerlichen Druck frei zu begegnen. Im Gegenteil, der Druck nimmt zu und treibt sie auseinander, so weit, bis Teresa von Zürich wieder nach Prag zurückkehrt. Und Omas, der Libertin, der die Freiheit sehr einseitig für sich ausgelegt hat, folgt ihr nach. Wieder ein neues Leben, wieder der Versuch, herauszufinden, was es heißt, ein Leben zu führen, herauszufinden, was einen am Leben erhält.
Milan Kundera plädiert für den Roman, der Poesie, Phantasie, Philosophie, Aphorismus und Essay, Unterhaltung und Boulevardkomödie verbindet zur »Einheit von leichter Form und ernstem Gegenstand«. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins ist ein Liebesroman, der das Gefühl an der Zeit mißt; ein politischer Roman, der die Moral der Ideologie an den Menschen mißt; ein tragischer Roman, der mit den Mitteln der wilden Komik und der Groteske argumentiert - kurz: ein Roman, der die Ungereimtheiten Europas über alle gegenwärtigen Grenzen hinweg mit seinem Gelächter, seinem Zorn und seiner ...
Leseprobe:
Die Ewige Wiederkehr ist ein geheimnisvoller Gedanke, und Nietzsche hat damit manchen Philosophen in Verlegenheit gebracht: alles wird sich irgendwann so wiederholen, wie man es schon einmal erlebt hat, und auch diese Wiederholung wird sich unendlich wiederholen! Was besagt dieser widersinnige Mythos?
Der Mythos von der Ewigen Wiederkehr sagt uns in der Negation, daß das ein für allemal entschwindende und niemals wiederkehrende Leben einem Schatten gleicht, daß es ohne Gewicht ist und tot von vornherein; wie grauenvoll, schön oder herrlich es auch immer gewesen sein mag - dieses Grauen, diese Schönheit diese Herrlichkeit bedeuten nichts. Wir brauchen sie ebensowenig zur Kenntnis zu nehmen wie einen Krieg zwischen zwei afrikanischen Staaten im vierzehnten Jahrhundert, der am Zustand der Welt nichts verändert hat, auch wenn in diesem Krieg dreihunderttausend Schwarze unter unsagbaren Qualen umgekommen sind.
Wird es an diesem Krieg der beiden afrikanischen Staaten etwas ändern, wenn er sich in der Ewigen Wiederkehr unzähligemale wiederholt?
Gewiß: er wird zu einem Block, der emporragt und überdauert und seine Dummheit wird nie wiedergutzumachen sein.
Wenn sich die Französische Revolution ewig wiederholen müßte, wäre die französische Geschichtsschreibung nicht so stolz auf Robespierre. Da sie aber von einem Ereignis spricht, das nicht wiederkehren wird, haben sich die blutigen Jahre in Worte verwandelt, in Theorien und Diskussionen; sie sind leichter geworden als Federn und flößen niemandem mehr Angst ein. ...
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Kundera, Milan
Milan Kundera wurde 1929 in Brünn / Tschechoslowakei geboren. Er studierte zunächst Musik, Filmwissenschaften und Literatur in Prag. 1953 veröffentlichte er sein erstes Buch und trat Mitte der fünfziger Jahre auch als Übersetzer, Essayist und Theaterautor an die Öffentlichkeit. 1975 ging er ins Exil nach Paris, wo er heute noch lebt.