Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins
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Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins (Gebunden)

von Kundera, Milan

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Die verschlungene Liebesgeschichte zwischen Tomas und Teresa gibt den Rahmen ab für einen der witzigsten und intelligentesten Romane der vergangenen Jahre, der zugleich Leselust und höchste intellektuelle Ansprüche befriedigt.

Medium:  Buch
Seiten:  304
Format:  Gebunden
Sprache:  Deutsch
Erschienen:  September 1984
Auflage:  19. Auflage.
Mehr vom Autor
› Kundera, Milan
Mehr vom Verlag:
› Hanser, Carl GmbH + Co.
Originaltitel:  L'INSOUTENABLE LÉGÈRETÉ DE L'ÊTRE
Maße:  126 x 200 mm
Gewicht:  444 g
ISBN-10:  3446141057
ISBN-13:  978-3446141056
Verlagsbestell-Nr.:  505/14105

Beschreibungmehr Info ›

Die verschlungene Liebesgeschichte zwischen Tomas und Teresa gibt den Rahmen ab für einen der witzigsten und intelligentesten Romane der vergangenen Jahre, der zugleich Leselust und höchste intellektuelle Ansprüche befriedigt. 

Mit Tomas und Teresa hat Kundera eines der glaubhaftesten Liebespaare der
modernen Literatur geschaffen. An ihnen und ihrem Schicksal werden die
Ungereimtheiten Europas bloßgestellt; an ihnen messen sich die Begriffe
'Exil' und 'Freiheit' und was Ideologie für den einzelnen bedeutet. Dem
Roman, mit dem Kundera international berühmt wurde, folgte eine vielbeachtete
Verfilmung.  

Zusammenfassungmehr Info ›


Das zentrale Datum ist 1968, der Einmarsch der sowjetischen Truppen
in der Tschechoslowakei: Danach hat sich nicht nur das politische
Klima verändert, sondern die Menschen selber sind heimatlos
geworden, ohne inneren Ort. Wer keine Heimat hat, geht ins Exil.
Aber auch das Exil, die Hoffnung der Welt und der persönlichen
Perspektiven, bringt für Thomas und Teresa, eines der glaubhaftesten
Liebespaare der modernen Literatur, nicht die ersehnte Freiheit,
sich ohne äußerlichen Druck frei zu begegnen. Im Gegenteil,
der Druck nimmt zu und treibt sie auseinander, so weit, bis Teresa
von Zürich wieder nach Prag zurückkehrt. Und Omas,
der Libertin, der die Freiheit sehr einseitig für sich ausgelegt
hat, folgt ihr nach. Wieder ein neues Leben, wieder der Versuch,
herauszufinden, was es heißt, ein Leben zu führen,
herauszufinden, was einen am Leben erhält.


Milan Kundera plädiert für den Roman, der Poesie, Phantasie,
Philosophie, Aphorismus und Essay, Unterhaltung und Boulevardkomödie
verbindet zur »Einheit von leichter Form und ernstem Gegenstand«.
Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins ist ein
Liebesroman, der das Gefühl an der Zeit mißt; ein politischer
Roman, der die Moral der Ideologie an den Menschen mißt;
ein tragischer Roman, der mit den Mitteln der wilden Komik und
der Groteske argumentiert - kurz: ein Roman, der die Ungereimtheiten
Europas über alle gegenwärtigen Grenzen hinweg mit seinem
Gelächter, seinem Zorn und seiner Liebe verfolgt, einfängt
und bloßstellt.

 

Leseprobemehr Info ›


Die Ewige Wiederkehr ist ein geheimnisvoller Gedanke, und Nietzsche
hat damit manchen Philosophen in Verlegenheit gebracht: alles
wird sich irgendwann so wiederholen, wie man es schon einmal erlebt
hat, und auch diese Wiederholung wird sich unendlich wiederholen!
Was besagt dieser widersinnige Mythos?


Der Mythos von der Ewigen Wiederkehr sagt uns in der Negation,
daß das ein für allemal entschwindende und niemals
wiederkehrende Leben einem Schatten gleicht, daß es ohne
Gewicht ist und tot von vornherein; wie grauenvoll, schön
oder herrlich es auch immer gewesen sein mag - dieses Grauen,
diese Schönheit diese Herrlichkeit bedeuten nichts. Wir
brauchen sie ebensowenig zur Kenntnis zu nehmen wie einen Krieg
zwischen zwei afrikanischen Staaten im vierzehnten Jahrhundert,
der am Zustand der Welt nichts verändert hat, auch wenn in
diesem Krieg dreihunderttausend Schwarze unter unsagbaren Qualen
umgekommen sind.


Wird es an diesem Krieg der beiden afrikanischen Staaten etwas
ändern, wenn er sich in der Ewigen Wiederkehr unzähligemale
wiederholt?


Gewiß: er wird zu einem Block, der emporragt und überdauert
und seine Dummheit wird nie wiedergutzumachen sein.


Wenn sich die Französische Revolution ewig wiederholen müßte,
wäre die französische Geschichtsschreibung nicht so
stolz auf Robespierre. Da sie aber von einem Ereignis spricht,
das nicht wiederkehren wird, haben sich die blutigen Jahre in
Worte verwandelt, in Theorien und Diskussionen; sie sind leichter
geworden als Federn und flößen niemandem mehr Angst
ein. Es besteht ein gewaltigen Unterschied zwischen einem Robespierre,
der in der Geschichte nur ein einziges Mal aufgetreten ist, und
einem Robespierre, der ewig wiederkehrt, um den Franzosen den
Kopf abzuhacken.

 

Autormehr Info ›

Milan Kundera wurde 1929 in Brünn / Tschechoslowakei geboren. Er studierte zunächst Musik, Filmwissenschaften und Literatur in Prag. 1953 veröffentlichte er sein erstes Buch und trat Mitte der fünfziger Jahre auch als Übersetzer, Essayist und Theaterautor an die Öffentlichkeit. 1975 ging er ins Exil nach Paris, wo er heute noch lebt. 

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