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Ugolino
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»Ugolino«
1768 erschien Gerstenbergs Tragödie Ugolino, deren Handlung
auf dem 32. und 33. Gesang von Dantes Inferno fußt: Graf
Ugolino, der nach der Alleinherrschaft in Pisa strebt, wird von
seinem Gegner, dem Erzbischof Ruggiero, gestürzt, mit seinen
drei Söhnen Francesco, Anselmo und Gaddo in einen Turm gefangengesetzt
und dem Hungertod preisgegeben. Das Stück konzentriert sich
auf die Darstellung der Leiden und der Leidenschaften seiner vier
Personen, wobei Gerstenberg sich am Theater Shakespeares orientiert.
Detailinformation zu: »Ugolino«
Medium: Buch - 158 Seiten,
Sprache(n): Deutsch
Maße: 98 x 148 mm
Gewicht: 82 g
ISBN-10: 3150001412
ISBN-13: 978-3150001417
Autor(en): Gerstenberg, Heinrich Wilhelm von
Aus der Reihe: Reclam Universal-Bibliothek
Verlag: Reclam Philipp Jun.
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Gerstenberg, Heinrich Wilhelm von
Heinrich Wilhelm von Gerstenberg, 3. 1. 1737 Tondern (Schleswig) - 1. 11. 1823 Altona. Der Sohn eines Offiziers in dän. Diensten studierte von 1757 an Jura in Jena, widmete sich jedoch zugleich seinen literarischen und kritischen Interessen. Nach Abbruch seines Studiums trat er 1760 in den dän. Militärdienst, brachte es bis zum Rittmeister und verkehrte in Kopenhagen mit den dt. Literaten um Minister Bernstorff und Klopstock. 1771 trat er hoch verschuldet in den Zivildienst über, 1775 wurde er dän. Gesandter in Lübeck. 1783 musste er das Amt verkaufen und erhielt schließlich eine Stelle als Justizdirektor beim Lotto in Altona, die er bis 1812 innehatte. G. verfasste anakreontische Lyrik, die auch auf den jungen Goethe wirkte, Prosaidyllen in der Nachfolge S. Gessners sowie Kriegslieder in der Manier J. W. L. Gleims. Über die übliche Thematik ging er mit seinem 'Gedicht eines Skalden' hinaus und regte damit u. a. die so genannte Bardendichtung an.
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